Ein Leben für das Ehrenamt

Wilfried Speck erhält Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik

Aus den Händen des Landrats: Wilfried Speck (rechts) wird in Stellvertretung für Bundespräsident Steinmeier die Bundesverdienstmedaille verliehen.
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Aus den Händen des Landrats: Wilfried Speck (rechts) wird in Stellvertretung für Bundespräsident Steinmeier die Bundesverdienstmedaille verliehen.

Landrat Stefan Reuß überreichte Wilfried Speck im Namen des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier für sein ehrenamtliches Engagement die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Hitzerode – „Ich möchte für diese Verleihung nicht nach Wiesbaden fahren! Ich möchte das hier mit den Leuten feiern, mit denen ich gearbeitet habe“, erklärt Wilfried Speck und macht damit deutlich, was ihn charakterisiert: Er kann alle Helfer stets mit „ins Boot“ holen.

Antrag auf Ehrung zunächst abgelehnt

„Die Überraschung war groß, als der Brief kam“, erklärt Speck. In einem kurzen Rückblick berichtet er aus 2016; damals wurde er für den Ehrenbrief des Landes Hessen vorgeschlagen, allerdings mit der vermeintlichen Begründung abgelehnt, es habe zu viele Vorschläge gegeben. Am vergangenen Freitag erfuhr er die wahren Hintergründe: „Die hessische Staatskanzlei hat entschieden, dass der Ehrenbrief einfach nicht reicht, um seine Verdienste zu würdigen“, berichtet Reuß. Damals habe ein Prozess mit Prüfungen auf mehreren Instanzen begonnen, der letztendlich zur Bundesverdienstmedaille geführt habe.

Der Verdienstorden wurde 1951 durch Bundespräsident Theodor Heuss gestiftet; er ist laut Reuß eine „Anerkennung für Leistungen, die für unsere Demokratie und das Miteinander in der Gesellschaft erbracht wurden“. Durch all seine Initiativen habe Speck sich diese Anerkennung, die nach außen hin sichtbar getragen werden soll, verdient.

Specks Vereinsengagement

Begonnen hat sein Engagement im Sportverein, dem er seit dem zehnten Lebensjahr angehört. Vom (Senioren)-Fußball bis hin zum Breitensport und der Leichtathletik war er unter anderem als Übungsleiter aktiv und hat Sportabzeichen abgenommen. Dem Männergesangverein Hitzerode ist er mit 16 Jahren beigetreten und noch heute leidenschaftlich aktiv; ein besonderes Anliegen war ihm daher, dass zwei Lieder von der CD „Musik & Gesang in Berkatal“ anlässlich der Ehrung gespielt wurden – zumal der MGV durch Bedenken des Infektionsschutzes nicht vor Ort singen mochte.

Seit über 42 Jahren ist Speck aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Hitzerode –- und wird das bis zum Ende des Jahres mit Erreichen der finalen Altersgrenze bleiben. Auch für seine Tätigkeit als Schriftführer dankte ihm Marcus Schiedrum von der FFW.

Wilfried Speck seit 1989 in der Kommunalpolitik

Kommunalpolitisch ist Speck seit 1989 aktiv, ist ohne Unterbrechung Mitglied der Gemeindevertretung, hatte mehrere Jahre den Vorsitz der SPD inne und ist fast durchgehend Ortsvorsteher. Besonders am Herzen liegt Speck der Heimat- und Verkehrsverein Berkatal, den er 1991 mitbegründet hat und dessen Vorsitzender er ist. Stolz berichtet der gelernte Maurer, der letztendlich jedoch über 42 Jahre beim Bundesgrenzschutz bzw. der Bundespolizei gearbeitet hat, von der Wiederbelebung des Tourismus in Hitzerode nach der Wende. (Von Lorenz Schöggl)

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