Frankershausen: Start der europäischen Woche der Abfallvermeidung

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Genau richtig: Reinhard Thies (rechts) benutzt seinen Stoffbeutel zum Einkaufen. Darüber freuen sich (von links) Umweltdezernent Dr. Rainer Wallmann, Stellenwert-Geschäftsführer Matthäus Mihm, Sabine Marten von der Ökolandbau-Modellregion, Rolf Eckhardt von der Stellenwert GmbH, Umweltberaterin Gabriele Maxisch sowie Carsten Hollstein und Gerhard Müller-Lang vom Kreis.

Frankershausen. Besser hätte es nicht laufen können: Gerade, als die Umweltberaterin Gabriele Maxisch im Tegut-Lädchen in Frankershausen erzählt, wie Abfall schon beim Einkaufen bewusst vermieden werden kann, fuhr der Öx-Inhaber Reinhard Thies mit seinem Fahrrad vor, schnappte sich seinen Stoffbeutel und befüllte diesen mit Gemüse – einzeln, ohne das vorher in eine Plastiktüte zu stecken.

„Genau so sollte es gemacht werden“, freute sich der Erste Kreisbeigeordnete und Umweltdezernent Dr. Rainer Wallmann und schenkte Thies aus lauter Dankbarkeit einen der biologisch abbaubaren, vielfach verwendbaren Kaffeebecher des Werra-Meißner-Kreises. Die wurden vor genau einem Jahr vonseiten des Kreises zur europäischen Woche der Abfallvermeidung auf den Markt gebracht – die seit gestern wieder läuft, dieses Mal unter dem Motto „Bewusst konsumieren, richtig entsorgen“. „Die Menschen sollen durch die Woche darauf aufmerksam gemacht werden, was sie zur Müllvermeidung beitragen können“, sagt Wallmann.

Lädchen machen mit

Einen Beitrag dazu möchte auch die Stellenwert GmbH mit ihren Lädchen an sieben Standorten im Kreis leisten. Deshalb hat sie sich vorgenommen, im kommenden Jahr eine Initiative zu starten, durch die weniger Plastikmüll entsteht und auch weniger Lebensmittel weggeworfen werden müssen. „Dazu sind wir aber auf die Mithilfe aus der Bevölkerung angewiesen“, sagt Geschäftsführer Matthäus Mihm. Denn die Menschen würden einen wesentlichen Teil dazu beitragen, weniger Müll zu produzieren – indem sie etwa wie Öx-Inhaber Thies ihren eigenen Stoffbeutel zum Einkaufen mitbringen und die Artikel dort lose hineinlegen würden. 

Weil das nicht immer möglich sei, weil zum Beispiel einiges Obst schon foliert angeliefert werde, sei man zudem in Gesprächen mit den Lieferanten Tegut und Rewe – und den regionalen Lieferanten: Mit denen lasse sich über den kurzen Dienstweg oftmals vieles regeln, zudem sorge die geringe Transportentfernung dafür, dass die Umwelt nicht übermäßig belastet werde. „Wir sind da schon in Gesprächen, wie die Produkte unsere Märkte erreichen, ohne in Plastik eingepackt zu sein“, gibt Mihm Einblick in das Vorhaben.

Dass die lokalen Produkte eine große Rolle spielen, erleben Gerhard Müller-Lang und sein Kollege Carsten Hollstein, die sich um alle Landwirtschaftsfragen beim Kreis kümmern: „Dieser Bereich weitet sich definitiv aus, vor allem die Nachfrage nach regionalen Eiern ist riesig“, freut er sich über diese Entwicklung.

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