Kita Frankershausen: Anbau könnte sich verzögern oder teurer werden

Hier soll angebaut werden: der Kindergarten in Frankershausen. 

Frankenhain – Der geplante Anbau an den Kindergarten in Frankershausen bereitet der Gemeinde Kopfzerbrechen. Dieser könnte sich nun verzögern – oder teurer werden als kalkuliert.

Das gab Berkatals Bürgermeister Friedel Lenze auf der Sitzung der Gemeindevertretung am Dienstagabend in Frankenhain bekannt.

Um künftig 62 statt 37 Kinder betreuen zu können, sollte die Erweiterung der Kindertagesstätte ursprünglich rund 530 000 Euro kosten. Finanziert werden sollte der Bau mit 160 000 Euro aus der Investitionsförderung des Landes für Kindertagesstätten, den Rest wollte die Gemeinde aus Mitteln des Investitionsprogramms der Hessenkassen aufbringen. So hatte es die Gemeindevertretung im Dezember beschlossen.

Nun könnten die Baukosten auf 570 000 Euro ansteigen. Der Grund: „Die Angebote der bereits ausgeschriebenen Gewerke liegen in der Summe rund 44 000 Euro über der Schätzung“, erläuterte Lenze. Dazu kommen noch die Kosten für Heizung, Elektrizität und Sanitäranlagen, deren Ausschreibung noch aussteht.

Projekt könnte in Teilen neu ausgeschrieben werden 

Um die Kostensteigerung zu umgehen, könnte die Gemeinde das Projekt nun in Teilen neu ausschreiben. „Dann könnte es günstiger werden, möglicherweise aber auch teurer“, sagte Lenze. Sicher ist jedoch die Konsequenz: Der für Juni geplante Baustart würde sich nach hinten verschieben. Doch selbst dann ist es Lenze zufolge möglich, dass der Anbau noch Ende Jahres abgeschlossen werden kann. „Dann darf jetzt aber nichts mehr passieren“, so der Bürgermeister.

Um den Zeitplan einzuhalten, bliebe nun die Möglichkeit, mit gesteigerten Kosten bei der ursprünglichen Planung zu bleiben. Allerdings ist auch bei der Finanzierung ein Problem aufgetreten: „Zum jetzigen Zeitpunkt stellt sich die Kofinanzierung mit Mitteln der Hessenkasse problematischer dar als angenommen“, sagte Lenze. 

Nach Signalen aus Wiesbaden im Januar 2018 sei die Gemeinde davon ausgegangen, das Geld ohne Restriktionen verwenden zu können. Nun hat das Land Richtlinien herausgegeben, die eine Doppelfinanzierung beispielsweise für Projekte im Bereich des Brandschutzes ausschließen.

Entscheidung kommt Mitte Mai

Ob das Verbot der Doppelförderung auch bei Investitionsförderungen für Kindertagesstätten greift, ist derzeit noch nicht sicher und wird erst Mitte Mai entschieden. „Sollte dieser Fall eintreten, müssten wir nach derzeitigem Stand einen Kredit aufnehmen“, erklärte Lenze.

Welchen Weg die Gemeinde bei der Erweiterung des Kindergartens gehen wird, wird nun im Haupt-, Finanz-, und Sozialausschuss beraten. Über dessen Empfehlung beschließen die Gemeindevertreter dann in ihrer nächsten Sitzung. 

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