Kita-Kinder in Frankershausen beziehen fast unbemerkt den Neubau

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Mittagessen im Sicherheitsmodus: Die Kinder der Regenbogengruppe im Kindergarten Frankershausen sitzen auf Abstand, freuen sich aber über ihren vielen neuen Platz und die hellen Räume.

Am 11. Mai haben die Kita-Kinder in Frankershausen den Neubau der Tagesstätte fast unbemerkt bezogen. Eine große Party für den 580.000 Euro teuren Anbau musste ausfallen. 

So groß die Feierlichkeiten zum Baustart für den neuen Teil des Kindergartens in Frankershausen Anfang Juli vorigen Jahres waren, so sang- und klanglos wurde der Neubau jetzt in Betrieb genommen. 

Und das auch nicht mit voller Belegschaft, denn von den 39 Kindern, die die Einrichtung eigentlich besuchen, sind nur 21 da – die, die in der sogenannten Notbetreuung untergebracht sind. Am 11. Mai fand der Umzug von den alten in die neuen Räume statt, eigentlich war für den 16. Mai die große Einweihungsparty geplant.

Der neue Anbau ist von den Kindern bezogen, am Außengelände fehlen noch Gestaltung und Zaun.

Auch wenn die Inbetriebnahme eher im Stillen verlief, ist doch die Freude über deutlich mehr Platz und neue Räume bei den Erzieherinnen und Kindern groß. „Die Kinder finden den Neubau unheimlich toll“, sagt Kindergartenleiterein Waltraud Schössler, die mit ihrem derzeit siebenköpfigen Team den Notbetrieb in der Einrichtung organisiert.

In dem neuen großzügigen Gruppenraum der Regenbogengruppe sitzen die Kinder beim Mittagessen mit Abstand an ihren Tischen. Doch es gibt auch einen neuen Schlafraum, der auch zum Spielen und Turnen genutzt werden kann, einen Snozzle-Raum mit Matten, Kissen und sich ständig sanft veränderndem Licht sowie ein großes Bad mit Waschbecken und Toiletten. „Eine richtige Eröffnungsfeier werden wir groß nachholen, sobald das wieder möglich ist“, verspricht Waltraud Schössler.

Mit dem neuen Anbau wurde die Betriebserlaubnis des Kindergartens in Frankershausen erweitert. Bisher konnte die Einrichtung 25 Kinder in der Regelbetreuung und zwölf Krippenkinder aufnehmen. Jetzt wären theoretisch 62 Kinder in der Regelbetreuung möglich. Von einer vollständigen Auslastung der Einrichtung geht Bürgermeister Lenze aber derzeit nicht aus. „Wir haben einen hohen Anteil an Integrationskindern. Dadurch werden die Gruppengrößen kleiner.“

Dass der Bau jetzt bis auf einige Arbeiten im Außengelände fertig ist, dafür dankt Bürgermeister Friedel Lenze auch seinen Gemeindevertretern, die seinerzeit zügig über das Vorhaben entschieden haben. Denn nur deshalb hat die Gemeinde Berkatal die Förderung für den insgesamt mit 580 000 Euro kalkulierten Bau in Höhe von 261 000 Euro vom Land bewilligt bekommen. Im Werra-Meißner Kreis haben von dieser Förderung nur Witzenhausen, Eschwege und Berkatal profitiert. Die anderen 14 Förderanträge von Kommunen sind bisher nicht beschieden. Dafür hat Berkatal aber die Fördersumme bereits Ende April dieses Jahres auf dem Konto gehabt.

Bis jetzt hat die Gemeinde Berkatal knapp 450 000 Euro vorfinanziert, jetzt erwartet sie die Schlussrechnungen der beteiligten Baufirmen und Gewerke.

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