Gemeinde Berkatal berät heute Abend Lösungsvorschläge 

Nitratwerte im Trinkwasser zu hoch

Hitzerode. Bereits zweimal in diesem Jahr ist der Grenzwert für Nitrat im Trinkwasser in Hitzerode zu hoch gewesen: im Mai und im August. Lediglich im November habe es laut Berkatals Bürgermeister Friedel Lenze eine geringe Unterschreitung gegeben. Besprochen werden soll dieses Thema deshalb heute Abend bei der Gemeindevertretersitztung. Die beginnt um 20 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Hitzerode. 

Um der Ursache dafür auf den Grund zu kommen, wird ein Beratungsbüro darüber informieren, welche Schritte bislang unternommen worden sind, um den Wert zu senken und was möglicherweise noch unternommen werden muss, damit der Nitrat-Wert die erlaubten 50 Milligramm pro Liter nicht mehr überschreitet. „Den Landwirten ist daran auf jeden Fall keine Schuld zu geben“, betont Lenze. 

Denen werde bundesweit generell immer wieder vorgeworfen, dass sie zuviel vom Nitrat auf den Böden verteilen, weil das ein guter Dünger ist. Die Landwirte aus seiner Gemeinde hätten das aber bereits stark eingeschränkt. Lenze vermutet vielmehr, dass das trockene Wetter ein Grund für den überhöhten Wert ist: „Es konnte sich kaum Grundwasser nachbilden, die Konzentration des vorhandenen Nitrats erhöhte sich also.“ Genauere Angaben darüber sollen aber am Dienstag gemacht werden.

Gesprochen wird auch über eine Änderung der Entwässerungssatzung. Weil das Trinkwasser auf radioaktive Stoffe untersucht wurde und das zusätzliche Kosten hervorgerufen hat, wird über eine Nachkalkulation bei der Gebührenordnung im Bereich des Trinkwassers beraten. Eine Neuregelung gibt es möglicherweise auch im Bereich der Gebühren für das Abwasser: Weil die Rechnung für das Jahr 2015 unter dem Haushaltsansatz von 150 000 Euro liegt, könnte es hier zu einer Anpassung nach unten kommen. 

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