Wassergebühren steigen in Berkatal

Frankenhain. Für Berkataler Verhältnisse ungewöhnlich schnell ging die letzte Gemeindevertretersitzung in diesem Jahr rum: Nach 55 Minuten war Schluss. Gefasst worden waren in dieser Zeit drei Beschlüsse – immer einstimmig.

1. 

40 Cent mehr müssen die Bürger der Gemeinde Berkatal ab dem 1. Januar 2018 für ihr Wasser bezahlen: Die Verbrauchsgebühr steigt dann von bislang 1,50 Euro auf 1,90 Euro pro Kubikmeter. Auch die Grundgebühr wird um 50 Cent netto bei der geringsten Zählergröße erhöht – lediglich eine Handvoll Zähler sind so groß, dass die 50 Cent nicht ausreichen und es eine proportionale Anpassung gibt.

Einstimmig beschlossen haben diese Änderung die Gemeindevertreter während ihrer Sitzung am Dienstagabend vor dem Hintergrund, dass im Haushalt für das kommende Jahr ein Mehrbedarf von etwa 28 500 Euro eingeplant ist – rund 26 000 Euro davon sollen nun durch die erhöhten Gebühren abgedeckt werden.

2. Der Kindergarten-Notfallplan

Ebenfalls einig waren sich die ehrenamtlich Tätigen, was den Notfallplan des gemeindlichen Kindergartens anging: „Ich kann mich nicht erinnern, dass wir schon einmal darüber gesprochen haben“, sagte Bürgermeister Friedel Lenze, „aber die Fachaufsicht fordert einen solchen Plan, der sich nicht von denen anderer Einrichtungen unterscheidet.“

Schnell war deshalb beschlossen, dass die Gruppenstärke im Kindergarten reduziert werden muss, wenn aufgrund von Ausfällen nur noch drei Fachkräfte vor Ort seien: In einem ersten Schritt sollen die Eltern gebeten werden, ihre Kinder wieder mit nach Hause zu nehmen, bei einer anhaltenden Notsituation würden die Betreuungsplätze auf 20 reduziert – in Anspruch genommen werden dürfen die dann von den Familien, in denen die Eltern berufstätig sind und keine andere Betreuungsmöglichkeit haben. Gleichzeitig würde die Öffnungszeit auf nur noch ein Modul beschränkt werden.

Im Härtefall würde sogar die gesamte Einrichtung geschlossen werden, eine Erstattung der Kindergartengebühren ist aber ausgeschlossen. Damit es aber erst gar nicht so weit kommt, solle versucht werden, regelmäßig Anerkennungspraktikanten zu beschäftigen.

3. 

 Der Überschuss im Ergebnishaushalt für das Jahr 2017 bleibt (knapp 60 000 Euro), lediglich die Positionen verschieben sich: So sei die Abwasserrechnung mit der Gemeinde Meißner etwas höher ausgefallen, im Bereich des Kindergartens habe es aber eine erhöhte Zuwendung gegeben. 

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