Der Knaller vor Silvester

Winterkonzerte: Frankershausens Musiker werden stürmisch gefeiert

Auch die jungen Flötistinnen wurden mit reichlich Applaus bedacht. Der Fanfaren- und Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Frankershausen spielte vor ausverkauftem Haus.

Noch ehe die ersten Silvesterböller krachten, gab es den musikalischen Knaller in Bad Sooden-Allendorf. Den zündete am Freitag, Samstag und Sonntag der Fanfaren- und Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Frankershausen.

Vor jeweils mit mehr als 500 Besuchern ausverkauftem Haus ließen die gut 70 Uniformträger aus allen Generationen eine Melodien-Rakete nach der anderen steigen, bedienten dabei jeden musikalischen Geschmack und wurden vom begeisterten Publikum mit stehenden Ovationen gefeiert.

Mit ihren als Winterkonzerte bezeichneten Auftritten im Kultur- und Kongresszentrum gehört die Truppe, unter ihren die engagierten Dirigenten Edgar Maurer und Otto Koppe, längst zu den Stammgästen in der Kurstadt. Das Geschäft der erkrankten Moderatorin Kerstin Saalfeld-Koppe übernahm diesmal genauso souverän Steven Manegold. Er führte mit Charme und Witz durch ein anspruchsvolles Programm und überzeugte auch, wie vorher schon Volker Schindewolf, im Duett als Partner der brillanten Sängerin Merle Beck. Mit dem Titel „Regenbogen“ von Kerstin Ott setzten beide ein Zeichen für Toleranz, optisch unterstrichen durch bunte Tücher, die im Hintergrund geschwenkt wurden.

Immer für eine Überraschung gut

Mit Gesang für Toleranz: Merle Beck und Steven Manegold.

Immer für eine Überraschung gut schickte die Kreativ-Abteilung – diesmal mit Dirk Schäfer, Henrik Schindewolf, Volker Schindewolf und Roland Schulze – vier Alphornbläser auf die Bühne und zauberte so das Flair der schweizerischen Bergwelt in den Saal.

Zu hören waren in den gut zweieinhalb Stunden 21 Musikstücke, darunter Märsche und Polkas, feurige Samba-Klänge, Jagdhornmusik, ein Fanfarenmedley und das italienische Gondellied „Barcarole“ aus Hoffmanns Erzählungen von Jacques Offenbach. An Orffschen Instrumenten übte sich zum Entzücken des Publikums der jüngste musikalische Nachwuchs mit einer Anleihe an „Carmina Burana“.

Luftschlangen zum Finale 

Beim Finale flatterten Luftschlangen über die mit Narrenkappen gekrönten Häupter. Unter Sombreros bließen die Trompeter in ihre Instrumente. Und mit Filzhüten, blau-weiß karierten Hemden und angedeuteter Krachlederner bayerisch kostümiert, legten die Musiker einen flotten Schuhplattler auf die Bretter. Um die stürmisch geforderten Zugaben kam das Orchester nicht herum. " TEXT UNTEN

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