Die weite Welt und wir

Auf in ein unermesslich weites Land: Berkataler Lorenz Schöggl reiste nach Kanada

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Lorenz Schöggl vor der Skyline von Toronto. Das Bild ist von den Toronto-Islands aus aufgenommen. Links hinter dem Frankershäuser sind der CN-Tower und das Rogers Centre zu sehen.

In unserer Serie „Die weite Welt und wir“ stellen wir Menschen aus der Region vor, die weit weg von zu Hause spannende Geschichten erleben. Heute: Lorenz Schöggl aus Frankershausen, der nach Kanada gereist ist.

Kanada: Allein in diesem Namen schwingt Fernweh mit. Man glaubt, den Duft grüner Nadelwälder in der Nase zu spüren, hört die Brandung eines dunklen Ozeans an felsige Küsten donnern oder mächtige Wasserfälle über Granitwände stürzen. Kanada, dieses unermesslich weite Land, hat eine magische Zugkraft.

Lorenz Schöggl, Student der Wirtschaftsinformatik, hat sich im Spätsommer aufgemacht in das Abenteuer Kanada, erlebnisreiche drei Monate lang. Er hat einen der höchsten Türme der Welt entdeckt, die weltberühmten Niagarafälle in die Tiefe rauschen sehen, hat sich selbstständig ein Leben organisiert auf einem fremden Kontinent, im zweitgrößten Land der Erde, das sechs Zeitzonen umspannt.

Auslandspraktikum in Toronto

Für ein Auslandspraktikum im Zuge seines Studiums hat sich der 20-jährige Berkataler Toronto ausgewählt, pulsierende Hauptstadt der Provinz Ontario und zugleich kanadischer Sitz des Unternehmens Siemens. Begleiten durfte er Dr. Jens Goetz persönlich, CEO (englisch für Geschäftsführer) der Siemens Mobility. „Wertvolle Impulse“ für den Fortgang seines Studiums habe er sich erhofft, sagt Lorenz Schöggl, das Kennenlernen der Perspektive der Unternehmensführung – bekommen hat er unvergessliche Lebenserfahrungen. Große Unterstützung erfuhr Lorenz Schöggl hier von der Stiftung der Deutschen Wirtschaft.

Die Niagarafälle auf der Grenze zwischen den USA und Kanada sind die wohl bekanntesten Wasserfälle der Welt. Dabei sind sie mit 52 Metern freier Sturztiefe nicht besonders hoch – aber wegen ihrer breiten Abbruchkante überaus imposant.

„Schwerpunkte meines Praktikums waren IT-Themen und die Digitalisierung“, erklärt der Frankershäuser. Der Ausbau des Rapid-rails etwa; des zu verdichtenden Haltepunkt-Netzes der Züge, welche die Ortschaften rund um Toronto verbinden. Selbst hat er in Oakville gewohnt, einem idyllischen Vorort, „ideal zu erreichen und mit herzlicher Familienanbindung inklusive“, sagt Lorenz Schöggl mit einem Lächeln.

Stolz auf Geschichte 

„Vielleicht, weil Kanada ein noch so junger Staat ist, sind die Bewohner besonders stolz auf ihre Geschichte“, sagt der 20-Jährige: Jedes Dorf besitzt herrlich restaurierte historische Häuser; Städte wie Montreal eine europäisch anmutende Altstadt. „Höhepunkt“ aber sei Ottawa gewesen, kanadisches Herz, politisches Zentrum und Sitz des Parlaments.

Zur Person 

Lorenz Schöggl ist 20 Jahre alt und lebt im Berkataler Ortsteil Frankershausen. Er besuchte die Friedrich-Wilhelm-Schule in Eschwege; sein Abitur legte er im Jahr 2017 am Oberstufengymnasium der Kreisstadt ab. Kurz danach begann er seine freie Mitarbeit für die Werra-Rundschau. Im Jahr 2017 hat Lorenz Schöggl sein Studium der Wirtschaftsinformatik an der Georg-August-Universität Göttingen aufgenommen. Als Hobbys nennt der 20-Jährige neben dem Schreiben von Berichten die japanische Kampfkunst Ju-Jutsu sowie ausgiebige Fahrradtouren im Sommer. 

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