Motorradfahrergottesdienst auf dem Hohen Meißner

BMW, Japanschaukel und Harleysänfte

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Alle Maschinen waren chromblitzend herausgeputzt für die offiziell letzte Tour der Saison.

Hoher Meissner. Vor zirka 1000 Gottesdienstbesuchern predigen und beten, das wünscht sich jeder Pfarrer. Ralph Beyer und Gernot Hübner wurde dieser Wunsch am Samstag beim Gottesdienst für Motorradfahrer auf dem Meißner erfüllt.

Die Pfarrer Ralph Beyer und Gernot Hübner.

Ob brave BMW, Japanschaukel oder Harley-Rüttel-Sänfte, geschätzte 700 Maschinen sind vom Eschweger Werdchen auf den Meißner gefahren zum Saisonabschluss. „Auf dem Sozius fährt das Leben mit“ predigte Ralph Beyer und stets auch Gott, der meist nicht wahrgenommen werde wie von den beiden Jüngern im Lukas-Evangelium. „Lebensfreunde gibt es selten, aber Gott ist immer da“ und jeder sei schon mal von ihm begleitet worden. Zweier getöteter und zwölf verletzter Motorradfahrer im letzten Jahr wurde gedacht und gedankt dafür, selber verschont geblieben zu sein.

„I am sailing“ wurde gesungen und das Stammlied bei diesem Gottesdienst „Ich bin ein Gast auf Erden“. Die in Helmen gesammelte Kollekte geht an den Kindergarten in Schwebda. In schwarzer Lederkluft und Stiefeln das Vater unser auf den Lippen, das habe schon was Besonderes ebenso wie das Fahren im schier endlosen Konvoi Gleichgesinnter, sagte ein Teilnehmer. Die kamen teils von weit her, viele zum wiederholten Mal. Zur 20. Auflage am zweiten Oktobersamstag 2013 werden sie wiederkommen.

Von Helmut Mayer

Bilder vom Gottesdienst

Motorradfahrer-Gottesdienst auf dem Hohen Meißner

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