Der Bürgerbus verbindet jetzt zweimal pro Woche die Dörfer in Meißner und Berkatal

Gleich geht’s los: Helmar Friedrich (links) fährt die erste Tour mit dem Bürgerbus. Dabei sind (von links) der frühere Pfarrer Eberhard Laukner und Friedel Lenze, die auch als Fahrer mit im Boot sind, und Friedhelm Junghans. Foto: HT

Die Gemeinden Meißner und Berkatal betreiben einen gemeinsamen Bürgerbus, der dienstags und donnerstags die Dörfer anfährt.

Eigentlich sollte der Bürgerbus der Gemeinden Berkatal und Meißner am Dienstag in Betrieb genommen werden. Doch schon am ersten Tag musste Autohauschef Armin Schill aus Abterode das Fahrzeug, einen Opel-Vario-Kleinbus, reparieren. Ein Marder hatte es sich im Motorraum bequem gemacht und dabei das Zündkabel zerbissen, der Geruch zieht die so putzig aussehenden kleinen Raubtiere förmlich an. „So mussten wir den Startschuss zwangsläufig auf den Donnerstag verschieben“, sagten die Bürgermeister Friedel Lenze (Berkatal) und Friedhelm Junghans (Meißner) unisono.

Pünktlich um 8.37 ließ Helmar Friedrich an der Haltestelle Frankershausen-Mitte die Zündung des Wagens an. Eine Tour dauert gut eineinhalb Stunden, ehe die Strecke über Frankenhain, zurück nach Frankershausen, nach Hitzerode und wieder nach Frankershausen führt, um dann hinüber zur Gemeinde Meißner zu fahren, wo Wolfterode die erste Station ist. Weiter geht es über Vockerode, Abterode, Wellingerode, Weidenhausen, Alberode, Germerode, Abterode, Vockerode und Wolfterode zurück zum Startpunkt in Frankershausen-Mitte.

Insgesamt fährt der Bus jeweils dienstags und donnerstags viermal die Route ab, dreimal geht’s in Frankershausen los (8.37, 10.52, 12.24 Uhr), nur die Runde vier beginnt um 14.52 Uhr in Abterode an der Synagoge und endet um 16.20 Uhr in Frankershausen-Mitte. Die Zeiten sind selbstverständlich mit den Sprechzeiten der Ärzte in Einklang gebracht.

„Wir wollen nun ein Vierteljahr dieses System beobachten, sondieren und analysieren und dann entscheiden, ob wir das Angebot weiterhin in diesem Stil aufrecht erhalten können“, so Friedel Lenze. Und Friedhelm Junghans ergänzt: „Fakt ist natürlich, dass an diesen beiden Tagen sich nichts ändern wird, ob wir bei vier Fahrten bleiben, wird die Auslastung zeigen.“

Insgesamt erfüllen mit Helmar Friedrich, dem früheren Pfarrer Eberhard Laukner, Heike Schindewolf, Horst Brill, Edwin Scheufler, Norbert Junghans, Josef Guber, Norbert und Sabine Schmidt sowie Berkatals Bürgermeister Friedel Lenze zwei Frauen und neun Männer die Kriterien, die der kleine Personenbeförderungsschein verlangt. Die notwendige Prüfung wurde in Mainz-Kastel abgelegt, einem zusätzlichen Fahrsicherheitstraining mussten sich die künftigen Kleinbusfahrer in Baunatal-Hertingshausen unterziehen.

Übrigens: Die Fahrzeiten sind so konzipiert, dass sie eine Ergänzung des ÖPNV sind und nicht mit dessen Fahrzeiten kollidieren.

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