Vorstand nimmt erstes Wasser-Projekt in Angriff

Bürgerenergie hat Arbeit aufgenommen

Sie führen die Geschäfte: Bettina Sandrock, Klaus Rohmund, Klaus Großkurth und Andreas Schug bilden den Vorstand. Foto: Salewski

Abterode Die Bürgerenergie Werra Meißner hat ihre Arbeit aufgenommen. Zunächst ist der frisch gewählte Vorstand der Genossenschaft damit beschäftigt, die Gründung bis zur amtlichen Eintragung abzuschließen.

Außerdem müssen die ehrenamtlichen Vorstandsmitglieder Klaus Großkurth (Wehretal), Klaus Rohmund (Germerode), Bettina Sandrock (Oberhone) und Andreas Schug (Witzenhausen) auch die Strukturen der Genossenschaft aufbauen.

Anfang Juli war die Bürgerenergie auf Anhieb mit 62 Mitgliedern aus dem gesamten Landkreis in Abterode gegründet worden. Die Genossenschaft will weiterhin jedem die Gelegenheit bieten, ab einem Anteil von 250 Euro aktiver Energiebürger zu werden.

Wer bis kommenden Samstag, 20. Juli, eine Nachricht an die Genossenschaft schickt, kann noch als Gründungsmitglied aufgenommen werden. Danach wird eine Warteliste geführt bis die Genossenschaft in mehreren Wochen amtlich eingetragen ist.

„Die Gründungsmitglieder haben gegenüber den anderen Mitgliedern keine besonderen Rechte, stärken mit ihrem frühen Entschluss aber die Basis der Genossenschaft“, sagt Vorstand Klaus Rohmund, der für Mitgliedsanfragen zuständig ist.

Zum Start setzt die Genossenschaft auf ein Kleinwasserkraftprojekt am Meißner. „Wir nutzen Energie, die sonst vernichtet wird“, sagt Martin Rohmund, der das Projekt als Arbeitskreisleiter vorbereitet hat, „Quellwasser, das aus den höheren Lagen des Meißners zu der tiefer gelegenen Trinkwasseraufbereitungsanlage fließt, hat auf Grund der Höhendifferenz einen hohen Druck, der bisher von etwa 10 auf 1 bar reduziert wird, ohne die darin liegende Energie zu nutzen.“ Eine Kleinwasserkraftanlage am Fuß des Berges soll diese Energie in Zukunft zu Strom verwerten.

Den Anstoß zur Gründung der Genossenschaft hatte der Erste Kreisbeigeordnete Rainer Wallmann gegeben. Seitdem haben mehr als 20 Ehrenamtliche rund 1.500 Arbeitsstunden in das Projekt gesteckt. Weitere Starthilfe kommt vom Genossenschaftsverband. Wer Anteile der Genossenschaft zeichnen will, meldet sich unter

info@buergerenergie-wm.de (red/ms)

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