Germerode: Supermarkt und Bäckerei werden gut angenommen - weitere Projekte geplant

Dorfladen nur der Anfang

Supermarkt und Kommunikationszentrum: Der Dorfladen in Germerode erfüllt in dem Meißner-Ortsteil eine Doppelfunktion. So, wie es der Verein Dorfzentrum vorgesehen hatte. Foto: Salzmann/Archiv

Germerode. Lange haben sie für ihren Dorfladen gekämpft. Mittlerweile existiert der kleine Supermarkt bereits ein Jahr in Germerodes Ortsmitte. „Er ist eine Bereicherung für das Dorfleben“, sagt Matthias Schulze vom Verein Dorfzentrum Germerode. Schulze zieht eine positive Bilanz des ersten Jahres.

Kundenströme habe man bisher nicht gemessen. Doch sowohl Matthias Schulze vom Dorfzentrum als auch Betreiber Martin Stange von der gleichnamigen Landbäckerei zeigen sich mit der bisherigen Frequentierung zufrieden. „Meine Erwartungen wurden voll erfüllt“, sagt Stange.

Seit dem vergangenen Jahr betreibt er den Edekamarkt. 2500 Artikel hat er im Sortiment. Von der Eigenmarke „Gut&Günstig“ bis zu Markenprodukte ist die Palette vielfältig. Eine kleine Getränkeabteilung ergänzt das Sortiment. Frisches Obst und Gemüse gibt es jeden Tag. Dazu hat Stange einige regionale Spezialitäten wie zum Beispiel den Germeröder Mohnhonig im Angebot.

Über den Kummerkasten gab es Anregungen aus der Kundschaft, die in der Regel das Rentenalter schon erreicht hat. „Wir haben das erste Jahr dazu genutzt, unser Sortiment anzupassen“, sagt Stange. Kundenwünsche seien dabei eingeflossen. Neben dem Supermarkt verkauft Stange frische Spezialitäten aus der eigenen Bäckerei. Auch sonntags gibt es frische Brötchen. Auf der behindertengerechten Außenterrasse ist gerade im Sommer immer etwas los.

Der Dorfladen soll nur der Anfang sein. Der Verein will für Germerode ein neues Ortszentrum zu schaffen. Die größten Projekte des Vereins sind der Bau altersgerechter Wohnungen sowie eine solide medizinische Nahversorgung. Gemeindeeigne Immobilien am Neuen Weg wie das ehemalige Lehrerwohnhaus und die alte Schule stehen zur Verfügung. Hier sollen günstige Miet- und Eigentumswohnungen entstehen für Ältere, die nicht mehr allein leben können, aber auch das Dorf nicht verlassen wollen. Das ganze, zentral im Dorf gelegene Areal, soll nicht nur mit Infrastruktur, sondern auch mit so genannten Sozialräumen versehen werden, die die unterschiedlichen Generationen zusammenführen. Hier werden noch Investoren gesucht.

Von Tobias Stück

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