Supermarkt in Germerode besteht nun seit einem Jahr - Große Feier am Wochenende

Dorfladen feiert Geburtstag

Freuen sich vor allem sonntags zum ausgiebigen Frühstück auf die guten Backwaren: Die Germeröderinnen Andrea Öhler (links) und Mutter Rita Gölitz waren auch bei der Geburtstagsfeier mit von der Partie und bestellten bei den Verkäuferinnen Britta Sennhenn und Dagmar Renner Kaffee und Kuchen. Foto: Gudrun Skupio

Germerode. Ob von Patienten der Suchtklinik, Mohntouristen, Einwohnern oder Gästen des alten Forsthauses, des Klosters oder des Bergwildparks: Der Dorfladen in Germerode findet großen Zuspruch und ist aus dem Meißner Ortsteil nicht mehr wegzudenken.

Am Freitag feierte das Lebensmittellädchen, das von Martin Stange betrieben und gleichzeitig mit Backwaren bestückt wird, seinen ersten Geburtstag. „Unser Ziel war es, die Versorgung wieder zurück aufs Dorf zu holen, damit die Einwohner ihren Lebensabend in ihrer gewohnten Umgebung verbringen können“, erklärt Matthias Schulze, Erster Vorsitzende des Dorfzentrum Germerode (DZG). 70 Mitglieder verzeichnet der Verein um Schulze, Harald Zindel (Zweiter Vorsitzender) und Walter Lenz (Schatzmeister) - und das bereits ein Jahr nach dessen Gründung.

Doch der Verein hat noch mehr vor mit dem alten Schulgebäude vor, das zuletzt durch die Sparkasse angemietet war. „Wir hoffen über das Projekt Stadtumbau West Zuschüsse zu erhalten, um das angrenzende Lehrerwohnhaus und den Zwischentrakt in ein dreistöckiges Gebäude mit altersgerechten Eigentums- oder Mietwohnungen zu verwandeln“, berichtet Zindel von den Plänen, die nur durch eine Förderung verwirklicht werden können. Alle Vereine des Dorfes sind an dem Projekt beteiligt und arbeiten mit dem DZG Hand in Hand. Die Wegweiser für den Laden spendete der Germeröder Künstler Eduard Bauhahn höchstpersönlich.

Weihnachtsbaum reservieren

Zum Einjährigen ihres jüngsten Kindes war viel Improvisation angesagt. Zahlreiche Spiele hatten sich die Vereinsvorsitzenden für die jüngere Bevölkerung ausgedacht, Kreide gekauft und ein Wettnageln organisiert.

Doch auch für die Erwachsenen gab es ein besonderes Angebot: Sie konnten sich bereits jetzt ihren Weihnachtsbaum reservieren. „So können wir besser kalkulieren, denn im vergangenen Jahr konnten wir bei unserem Baumverkauf am Dorfladen einen reißenden Absatz verzeichnen, mit dem wir in diesem Maße nicht gerechnet hatten“, sagt Schulze. Ihre Funktion definieren die Mitglieder des Vereins, der vergangenes Jahr vor dem Lädchen eine barrierefreie Terrasse an sieben Wochenenden in Eigenleistung gebaut hat, folgendermaßen: „Wir möchten in erster Linie die Akzeptanz und Bekanntheit des Dorfladens fördern und stellen einen Dialog zwischen Laden, Betreiber und den Dorfbewohnern her“.

Dass das bisher einwandfrei funktioniert hat, zeigten nicht zuletzt die bis auf den letzten Platz gefüllten Bierbänke vor dem Lebensmittelgeschäft, auf dem sich Jung und Alt Kaffee und Kuchen, sowie kalte Getränke und Bratwürstchen genehmigten. (gus)

Von Gudrun Skupio

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