Berkatal: Gemeindevertreter beschließen Erhöhung der Sätze um jeweils zehn Euro

Gebühren für Kitas steigen

Bekommen von den Gebühren nichts mit: die Kinder. Ihre Eltern aber zahlen ab dem 1. August mehr für einen Platz in der Kita in der Gemeinde Berkatal. Grund sind die steigenden Personalkosten. Das Bild zeigt die U3-Gruppe des Kindergartens in Frankershausen. Foto: Pflug/Archiv

Frankenhain. Die Kindergartengebühren in der Gemeinde Berkatal werden zum 1. August erhöht. Das wurde während der Gemeindevertretersitzung am Montagabend mehrheitlich beschlossen.

Die bisherigen Gebührensätze werden demnach um jeweils zehn Euro erhöht. Damit soll die zu erwartende Steigerung der Personalkosten zumindest teilweise abgefangen werden. Für das Haushaltsjahr 2015 werden für die Kinderbetreuung rund 346 000 Euro eingeplant.

„In den Vorbereitungen zum Haushaltssicherungskonzept für dieses Jahr sind wir noch von fünf Euro ausgegangen“, sagt Berkatals Bürgermeister Friedel Lenze. Da habe man sich noch an den Personalkostensteigerungen von 2,4 Prozent orientiert, die zum 1. März dieses Jahres festgelegt wurden. Durch die anschließenden Tarifauseinandersetzungen sei das nun aber hinfällig. Die werden erst Mitte August fortgesetzt, weshalb sich die Gemeinde bei der Erhöhung ihrer Gebühren um nun zehn Euro nun an dem derzeit geltenden Schlichterspruch orientiert habe: Dort habe man sich auf eine Steigerung der Personalkosten von 3,3 Prozent geeinigt. „Das ist aber nicht das endgültige, sondern erst ein vorläufiges Ergebnis.“

Zwei Gegenstimmen

Die Erhöhung nicht in Ordnung finden die Gemeindevertreter Fritz Schindewolf (SPD) und Manfred Zindel (ÜWG). Beide bemängeln, dass das Land immer mehr Vorgaben zur Art und Dauer der Betreuung mache, für die Kosten der Umsetzung dann aber andere aufkommen müssten. Ihre zwei Nein-Stimmen gegen die Erhöhung konnten aber nichts gegen die zehn Ja-Stimmen der restlichen Gemeindevertreter ausrichten: „Wir haben sowohl in die Leistungen als auch in die Räumlichkeiten investiert“, erklärt zum Beispiel der CDU-Fraktionsvorsitzende Matthias Dix, weshalb eine Anpassung der Gebühren nicht schlimm sei, zumal diese „immer noch ziemlich moderat ist“.

Folgende Gebühren gelten ab dem 1. August dieses Jahres:

• In der Zeit von 7 bis 13 Uhr: Für Kinder, die das zweite Lebensjahr noch nicht vollendet haben, sind 175 Euro zu zahlen; für Kinder, die das dritte Lebensjahr noch nicht vollendet haben, sind es 145 Euro und für alle anderen Kinder 120 Euro.

• In der Zeit von 7 bis 14.30 Uhr: Für Kinder, die das zweite Lebensjahr noch nicht vollendet haben, sind 195 Euro zu zahlen; für Kinder, die das dritte Lebensjahr noch nicht vollendet haben, sind es 165 Euro und für alle anderen Kinder 135 Euro.

• In der Zeit von 7 bis 16.30 Uhr: Für Kinder, die das zweite Lebensjahr noch nicht vollendet haben, sind 225 Euro zu zahlen; für Kinder, die das dritte Lebensjahr noch nicht vollendet haben, sind es 190 Euro und für alle anderen Kinder 155 Euro.

Die Gebühren gelten für das erste Kind, für jedes zweite und weitere verringert sich der Betrag um 35 Euro.

Von Constanze Wüstefeld

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