Einfache und günstige Möglichkeit

Gemeinde Meißner beauftragt Verband mit Vermarktung kommunalen Holzes

Hinter einem Berg Grünschnitt arbeiten landwirtschaftliche Maschinen
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Grünschnitt zu Kompost: Auf einem Sammelplatz wird der Grünschnitt geschreddert. Je nach Beschaffenheit eignet er sich als Heizstoff oder als Kompost. Archivfoto: SCHNEIDER

Ast- und Strauchschnitt aus dem Garten und von kommunalen Flächen dürfen in der Gemeinde Meißner nun ganz offiziell im Ortsteil Vockerode gesammelt werden. Der Änderung des Flächennutzungsplans stimmten die Gemeindevertreter einstimmig zu. Die Sitzung fand am Mittwochabend in der Mehrzweckhalle Abterode statt.

Meißner - Genutzt wurde der Standort „Gelinge“ am nördlichen Ortsrand von Vockerode bereits in den vergangenen Jahren. Nachdem es naturschutzrechtlich genehmigt wurde, fehlte nur noch die Zustimmung der Gemeindevertreter. Sowohl ÜWG, SPD als auch CDU sprachen sich dafür aus. Kritisiert wurde aber auch, dass der Platz nur als Zwischenlager diene und der Grünschnitt zur Weiterverarbeitung abtransportiert werden müsse. Das sagte Friedrich Arnold von der CDU und fügte an: „Die kurzfristige Lösung brauchen wir dennoch.“

Zwei Tage für Schnittgut-Annahme noch in diesem Jahr

Die Sammelstelle werde in diesem Jahr an zwei Tagen Ast- und Strauchschnitt annehmen, verkündete Bürgermeister Friedhelm Junghans: Samstag, 31. Oktober, und Dienstag, 17. November. Zur Weiterverwertung werde der Ast- und Strauchschnitt dann nach Treffurt und Homberg/Efze gebracht. Junghans informierte die Gemeindevertreter außerdem über eine Änderung bei der Vermarktung des Holzes aus Kommunal- und Privatwald.

Holzvermarktung wird Forstwirtschaftlicher Vereinigung Nordthüringen übertragen

Aufgrund einer Vorgabe des Bundeskartellamts dürften nämlich Waldbewirtschaftung, Einschlag und Vermarktung nicht mehr in einer Hand liegen, wenn die Waldfläche mehr als 100 Hektar betrage, so der Bürgermeister. Deshalb müsse das hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz und Verbraucherschutz die Holzvermarktung in Hessen neu organisieren. „Es ist ein ungünstiger Zeitpunkt. Wir haben 20 Hektar Fichte verloren, das Käferholz muss raus aus dem Wald und die Preise sind im Keller“, sagte Junghans.

Eine Arbeitsgruppe der Bürgermeisterkreisversammlung im Werra-Meißner-Kreis habe vier Möglichkeiten für eine neue Vermarktung geprüft. „Die einfachste und günstigste Möglichkeit ist die Forstwirtschaftliche Vereinigung Nordthüringen“, sagte Junghans. Nun soll der Gemeindevorstand dem Verein beitreten und ihm die Holzvermarktung übertragen. Das beschlossen die Gemeindevertreter einstimmig.

Die Gemeinde Meißner wird dann einen regelmäßigen Mitgliedsbeitrag über 127 Euro zahlen und eine Einmaleinlage von 564 Euro, die bei einem Austritt wieder erstattet werden würde. Die Forstwirtschaftliche Vereinigung (FWV) werde mit 2,5 Prozent am Verkaufserlös beteiligt, erklärt Junghans. Weil Hessen Forst in der Vergangenheit an anderen Orten bereits mit der Vereinigung zusammen gearbeitet hätte und dies gut funktioniert habe, zeigte sich der Bürgermeister für die Vermarktung optimistisch.

Von Hanna Maiterth

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