Wirtschaftswege in Meißner

Gemeinde will mit hessischem Förderprojekt Wegenetz außerorts umgestalten

Manche Adressen sind schwer zu finden: Gemeindevertreter stimmten für eine Straßenumbenennung.
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Manche Adressen sind schwer zu finden: Gemeindevertreter stimmten für eine Straßenumbenennung.

In der vergangenen Woche trafen sich die Gemeindevertreter der Gemeinde Meißner in Abterode. Auf der Tagesordnung stand auch ein Antrag für ein hessisches Förderprojekt.

Meißner – Um Straßen und Wege drehten sich am vergangenen Mittwochabend zwei Punkte auf der Tagesordnung der Gemeindevertretersitzung der Gemeinde Meißner. So sollen nun Straßenbereiche in Abterode und außerhalb der Ortsteile beim Besucherbergwerk Grube Gustav umbenannt werden.

Außerdem will sich die Gemeinde mit der Gestaltung der Wege außerhalb der Ortsteile beschäftigen und dazu ein integriertes ländliches Entwicklungskonzept mit räumlichem und thematischem Schwerpunkt (Silek) erstellen.

Weil es in der Gemeinde Meißner unter anderem für Lieferanten, Paketdienste und Rettungsdienste Schwierigkeiten bei der Zuordnung von Häusern zu Straßen gibt, schlug Bürgermeister Friedhelm Junghans in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung Umbenennungen vor. Die Gemeindevertreter sprachen sich einstimmig dafür aus.

Die Änderungen seien bereits mit den betroffenen Eigentümern abgestimmt worden, so Junghans.

Betroffen davon sind vier Wohnhäuser in Abterode. Diese sind bislang den Straßen „Steinweg“ und „Sand“ zugeordnet. Da diese zum Teil keine direkte Verbindung zur Straße haben und es außerdem noch drei weitere Bauplätze gibt, wird diese Straße in „Bornwiese“ umbenannt.

Auch außerhalb der Orte wird es zu Änderungen kommen. Dabei geht es um die Dammühle, die Gaststätte Haus Höllental und das Besucherbergwerk Grube Gustav. Aktuell liegen diese noch an der Kupfergasse. Zukünftig werden sie aber unter Dammühle 1 , Höllental 1 und Höllental 2. zu finden sein.

Der Umgestaltung der Ortsteile nehmen sich die Meißner im integrierten kommunalen Entwicklungskonzept (Ikek) an. Doch dabei sah man sich laut Junghans auch mit Fragestellungen konfrontiert, die sich auf die Bereiche außerhalb der Ortschaften beziehen würden. Wie etwa den Ausbau von Radwegen.

Eine Fördermöglichkeit biete hier Silek. Um das Netzwerk der Wirtschaftswege anzugehen, habe es bereits ein Treffen mit den Landwirten gegeben.

Dort informierte das Amt für Bodenmanagement über den Prozessablauf. Übergeordnetes Ziel des Silek seien unter anderem die Verbesserung der Agrarstruktur unter Berücksichtigung der Ziele und Erfordernisse von Raumordnung und Landesplanung, der Belange des Natur- und Umweltschutzes, der demografischen Entwicklung sowie der Reduzierung der Flächeninanspruchnahme, erklärte der Bürgermeister. Im Vordergrund stünde zudem der ländliche Raum als Lebens-, Arbeits-, Erholungs- und Naturraum.

Die Rückmeldung der Landwirte sei laut Jungahns positiv gewesen. Auch die Gemeindevertreter segneten den Vorschlag vergangene Woche ab, sodass nun ein Förderantrag gestellt werden soll.

Ein Richtangebot der Arge Dorfentwicklung, die bereits am Ikek beteiligt ist, belaufe sich auf etwa 30 000 Euro, so Junghans. Bei der Gemeinde bliebe ein Eigenanteil von 25 Prozent (7500 Euro). Der Rest werde vom Land Hessen übernommen. (Von Hanna Maiterth)

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