„Holles Schaf“

Geo-Naturpark Frau-Holle-Land unterstützt mit neuer Marke lokale Betriebe

„Schaf schafft Landschaft“ hat ein neues Projekt: Christian Bringmann (links) und Dr. Sabine Budde vom Geo-Naturpark Frau-Holle-Land sind für Holles Schaf zuständig.
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„Schaf schafft Landschaft“ hat ein neues Projekt: Christian Bringmann (links) und Dr. Sabine Budde vom Geo-Naturpark Frau-Holle-Land sind für Holles Schaf zuständig.

Erst kürzlich ist der Geo-Naturpark Frau-Holle-Land mit einem neuen Projekt an den Start gegangen. Der Name dafür lautet „Holles Schaf“.

Germerode – Drei Monate hat es gedauert, bis „Holles Schaf“ als Marke vom Deutschen Patent- und Markenamt genehmigt wurde. Damit geht der Geo-Naturpark Frau-Holle-Land ungewöhnliche Wege, denn unter diesem Namen bietet er jetzt in einem Online-Shop regionale Naturprodukte an – wie etwa Fertiggerichte und Wurstwaren aus Lammfleisch, Düngepellets aus Schafwolle und Bioseifen mit Schafmilch.

Wir wüssten jetzt kein vergleichbares Projekt in Hessen und auch nicht in Deutschland.

Dr. Sabine Budde, Geo-Naturpark Frau-Holle-Land

Selbst bereichern will sich der Naturpark mit dem Shop nicht, erklärt Dr. Sabine Budde, die für die Vermarktung im Projekt „Schaf schafft Landschaft“ verantwortlich ist, zu dem auch „Holles Schaf“ gehört. Unterstützt wird sie dabei von Kollege Christian Bringmann.

Vielmehr wolle der Naturpark mit dem Aufbau des Onlineshops die kleinen landwirtschaftlichen Betriebe in den Fokus rücken, die von den Einnahmen direkt profitieren. Sie sollen einen auskömmlichen und über dem Marktniveau liegenden Preis bekommen. Gleichzeitig solle aber auch die Landschaftspflege sowie der Naturschutz vorangetrieben werden. „Wir wüssten jetzt kein vergleichbares Projekt in Hessen und auch nicht in Deutschland“, sagt Budde.

Die wenigsten Naturparks würden einen Onlineshop betreiben. Wenn doch, dann konzentrierten sich diese meist auf den Versand von Kartenmaterial und nur wenige böten auch regionale Spezialitäten an. Die Mitarbeiter des Geo-Naturparks wollen aber die Produkte und damit die Landschaft über die Region hinaus bekannt machen.

Holles Schaf - Patentamt äußerte Bedenken

Weil es aber neben Produkten vom Schaf und Lamm auch Mohnprodukte, eine Blumenwiesenmischung, Honig und nordhessische Ahle Wurst gibt, hatte das Patentamt jedoch Bedenken geäußert. Der Name könnte in die Irre führen. „Die Vielfalt der Holles- Schaf-Produkte wäre uns beinahe zum Verhängnis geworden“, so Budde. Die Bedenken habe man jedoch ausräumen können, denn „das vielfältige Angebot spiegele eben die vielfältige Landschaft wieder“.

Hautnah erlebbar sei das Angebot zudem in der Natur auf den schmalen Pfaden der inzwischen 25 Premiumwanderwege im Geo-Naturpark Frau-Holle-Land.

„Die Besucher können und sollen sehen, wie Weidewirtschaft funktioniert, wo die Schafe weiden, wer die Produkte herstellt und auch wie besonders schützenwert die Naturschutzgebiete sind“, erklärt Budde. Das müssen Besucher nicht zwingend auf eigene Faust entdecken. Geführte Wanderungen, die einen Besuch beim Schäfer und zukünftig auch Verkostungen beinhalten, finden sich seit nun einem Jahr ebenfalls im Programm des Geo-Naturparks. „Transparenz ist besonders wichtig“, bestätigt Bringmann.

Service

Unter holles-schaf.de gibt es weitere Informationen zu Herstellung, Vertrieb und Kontaktmöglichkeiten.

Dadurch solle den Kunden nicht nur gezeigt werden, wie aufwendig die Produkte in der Herstellung sind, und damit den Preis erklären. Ein weiterer wichtiger Aspekt der Transparenz ist, dass der Naturpark mir seinem Namen Qualität garantiert. „Deshalb erhalten auch nur hochwertige und nachhaltig im Frau-Holle-Land erzeugte Produkte das Label Holles Schaf“, so Bringmann.

In den kommenden Jahren soll das Projekt weiter ausgebaut werden. Am Ende muss es dann auf eigenen Füßen stehen.

Von Hanna Maiterth

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