Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“: Hessens Bewertungskommission kommt Dienstag

Germerode peilt den Landessieg an

Pünktlich zum Besuch der Landeskommission hängt das Schild: Gustav Meurer (Sportverein), Bärbel Hochschild (Heimatverein), Ortsvorsteherin Ulrike Zindel, Bürgermeister Friedhelm Junghans und Harald Zindel (Förderverein Wildpark) sind gespannt, wie sich Germerode schlägt. Foto: Wüstefeld

Germerode. Er ist minutiös ausgearbeitet, an jedes kleine Detail wurde gedacht: der Zeitplan für Dienstag, 30. Juni. Denn dann kommt zwischen 9 Uhr und 11 Uhr die Bewertungskommission des Landes nach Germerode, um den kleinen Ort der Gemeinde Meißner im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft" zu bewerten.

Der hatte im vergangenen Jahr den ersten Platz bei dem Regionalentscheid gemacht und sich so für die höhere Ebene qualifiziert.

„Wir sind schon aufgeregt“, gibt Ortsvorsteherin Ulrike Zindel zu. Denn obwohl im Regionalentscheid ja alles gut gelaufen ist - das ist bei den anderen sieben Orten, die ebenfalls um den Titel kämpfen und ihren Regionalentscheid gewonnen haben, genauso. Doch Gustav Meurer ist überzeugt, dass sein Ort ein gutes Bild abgeben wird. Der Erste Vorsitzende vom SC Eintracht Germerode wird die Bewertungskommission am Dienstag ebenfalls begleiten und kommt mit einem Trumpf daher: Der Verein wurde erst kürzlich vom Werra-Meißner-Kreis für seine Arbeit, die zukunftsweisend ist, ausgezeichnet. „Davon werde ich den elf Personen, die unser Dorf bewerten, natürlich erzählen“, sagt Meurer und grinst verschmitzt.

Sollte er auch: Denn in die Bewertung der Kommission fließt mit ein, wo sich das Dorf in den kommenden Jahren sieht. Mit ein fließen zum Beispiel auch die Baugestaltung, die Jugendarbeit und wie sich die Bürger engagieren.

Arbeitseinsatz

Damit alles bereit ist für den Besuch der Bewertungskommission, gibt es am Samstag, 27.Juni, noch einen Arbeitseinsatz von 9 bis 12 Uhr: Treffpunkt ist am Dorfladen.

Dass es auf jeden Fall viel zu sehen gibt und dass vor allem viel Ehrenamtliches geleistet wird, weiß Bärbel Hochschild vom Heimatverein: Neben einem Trinkwassermuseum gibt es Angebote aus dem Programm des Kultursommers, das Kloster, den Wildpark und natürlich die Mohnblüte. „Dass die gerade anfängt zu blühen, wenn die Kommission kommt, ist natürlich super“, freut sich Bürgermeister Friedhelm Junghans. Er ist gespannt, ob sich die vielen Attraktionen von denen aus den anderen Orten absetzen werden - und ob das Dorf es schafft, diese in den zwei Stunden, in denen die Kommission da ist, auch gut rüberzubringen.

„Wir haben uns schon die Liste einmal angesehen und geschaut, gegen wen wir da antreten müssen“, gibt Ortsvorsteherin Zindel zu. Dass es nicht einfach werde, in diesem Wettbewerb zu gewinnen und sich damit für den auf der Bundesebene im kommenden Jahr zu qualifizieren, weiß sie. Mitstreiter Meurer nimmt es mit Humor: „Wir erwarten schon eine positive Nachricht“, sagt er und lacht. Erwartet wird die Bekanntgabe des Siegers Anfang Juli, der erste bis dritte Platz erhält ein Preisgeld in der Staffelung von 5000, 3000 und 2000 Euro.

Von Constanze Wüstefeld

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