Grube Gustav öffnet wieder - Licht am Ende des Tunnels

Grube Gustav
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Die Grube Gustav soll wieder besuchermagnet werden. 

Ab spätestens Ende April soll der Besucherbetrieb der Grube Gustav wieder aufgenommen werden. Es gibt ein neues Beleuchtungskonzept für das Bergwerk. 

Abterode – Der Besucherbetrieb in der Grube Gustav soll spätestens Ende April wieder aufgenommen werden können – diese freudige Nachricht verkündet nun Meißners Bürgermeister Friedhelm Junghans. Technische Mängel an der Beleuchtungsanlage hatten eine Öffnung des Touristenmagnets nahe Abterode in der Saison 2019 noch unmöglich gemacht (wir berichteten).

„Nach langer Suche nach einem passenden neuen Beleuchtungskonzept und der Akquirierung von Fördermitteln befinden sich die Arbeiten zurzeit in der Umsetzung“, sagt Friedhelm Junghans.

Die Fördermittel

Die Gemeinde Meißner als Eigentümer des Besucherbergwerkes hatte die Finanzierung der Arbeiten mit rund 150 000 Euro bereits im Haushalt 2019 bewilligt. „Die Fördermittel-Zusagen haben auf sich warten lassen und erfolgten erst im Juli 2019“, erklärt Friedhelm Junghans. Aus Klimaschutzprogrammen des Bundes und des Landes Hessen wurden insgesamt Zuschüsse in Höhe von rund 102 000 Euro bewilligt.

Die Vergabe

Die Mitarbeiter des Ingenieurbüros Helsa aus Sondershausen (Kyffhäuserkreis) erstellten die Detailplanung und die Ausschreibungsunterlagen. Weil das Besucherbergwerk eine bergaufsichtliche Genehmigung für den Betrieb benötigt, wurde zusätzlich noch ein Sonderbetriebsplan erstellt. Den Zuschlag schließlich erhielt die Firma Cave Lighting aus Herborn, die sich auf die Ausleuchtung von Schauhöhlen und Bergwerken spezialisiert hat. Die Arbeiten begannen nach der Genehmigung durch die Bergaufsicht beim Regierungspräsidium Kassel.

Der Aufbau

Eine engagierte Gruppe um das Fördervereinsmitglied Ralph Friebe hat in Rekordzeit die gesamte Altverkabelung, die ein geschätztes Gewicht von über 800 Kilogramm hat, ausgebaut. Seit dem 3. Februar sind die Mitarbeiter der Firma Cave Lighting mit dem Aufbau der neuen Beleuchtungsanlage beschäftigt. Die Arbeiten werden noch bis Ende März andauern. Anschließend muss die Anlage von einem Sachverständigen abgenommen werden und die Bergaufsicht die Freigabe zur Eröffnung erteilen.

Die Besichtigung

Gemeinsam mit Vertretern des Ingenieurbüros, den ausführenden Firmen und den Fördervereinsmitgliedern Ralph Friebe, Michael Kitzig und Peter Ströhlein überprüfte Friedhelm Junghans nun den Fortgang der Arbeiten. „Insgesamt sind schon fast alle neuen Beleuchtungskörper installiert und das Besucherbergwerk erscheint in einem neuen, sehr beeindruckenden LED-Licht“, lobt der Bürgermeister. Insbesondere die eingebauten sogenannten Cave-Lighting-Controller ermöglichten speziell auf den Führungsinhalt abgestimmte Lichtszenen und verbessern so das Erlebnis der Besucher.

Energetisch gesehen werde durch die neue Technik Energie eingespart – und zwar bis zu 90 Prozent im Vergleich zur Altanlage. Verbraucht wird nur so viel an Leistung, wie lichttechnisch an der jeweiligen Stelle notwendig ist.

Das Erlebnis

Wenige, aber gezielt platzierte DMX-Farbleuchten werden eingebaut, um Akzente zu setzen. „Lautsprecheranlagen werden im Zusammenspiel mit passendem Text und passender Musik eingebaut; Lichträume werden erschaffen und die Grube für Besucher hautnah erlebbar gemacht“, schwärmt Friedhelm Junghans. So sei zum Beispiel eine Visualisierung möglich, bei der alte Bergleute von ihrer Arbeit unter Tage erzählen oder Maschinen virtuell betreiben.

Die technischen Möglichkeiten des neuen LED-Systems reichen von Multimedia über Projektionen und sind zukünftig sogar noch erweiterbar. „Hierdurch können Besucher die Geschichte des Bergbaus künftig noch besser erleben, und die Grube Gustav erhält eine entscheidende Attraktivitätssteigerung“, sagt Bürgermeister Friedhelm Junghans.

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