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Heimatverein Abterode: Während der Pandemie stark investiert - vor allem in das Rehberg-Gelände

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Ein Schmuckstück in der Gemeinde Meißner: die Freizeitanlage am Rehberg in Abterode.
Ein Schmuckstück in der Gemeinde Meißner: die Freizeitanlage am Rehberg in Abterode. © Heimatverein/ nh

Vereine halten unsere Gesellschaft zusammen. Seit Jahren haben sie mit Problemen zu kämpfen. Und dann kam auch noch Corona. Wir porträtieren besondere Vereine aus unserer Region: Heute den Heimatverein Abterode, der sich um das Freizeitgelände Rehberg verdient macht.

Abterode – Piratenschiff, Wasserspielplatz, Sonnenliegen und vieles mehr: Erweiterungen im Wert von zirka 33 000 Euro hat der Heimatverein Abterode an der Freizeitanlage am Rehberg 2019 und 2020 vorgenommen. Entstanden ist über die Jahre und besonders während der Pandemie ein echtes Schmuckstück.

3300 ehrenamtliche Stunden

2019 wurde nach der Erschließung der Fläche neben der Freizeitanlage am Rehberg fünf neue Spielgeräte für etwa 8000 Euro und ein Spielschiff für zirka 9000 Euro mit Unterstützung durch das europäische Leader-Programm errichtet. Während ein fertiges Schiff etwa 22 500 Euro gekostet hätte, fielen dank unzähliger Eigenleistungen und Sach- sowie Dienstleistungsspenden nur die Materialkosten an. Insgesamt leistete die Arbeitsgruppe rund 3300 ehrenamtliche Stunden Arbeit. Unterstützt wurde sie bei einem Aktionstag durch die Bevölkerung.

Auch 2020 ebbte der „Arbeitswahn“ des Vereins nicht ab: Doppelliegen und Sitzgruppen für zirka 2400 Euro sowie ein großer Wasserspielplatz wurden realisiert. Dank Sachspenden und Eigenleistungen wurden die Kosten des Spielplatzes von etwa 13 400 Euro auf zirka 9300 Euro reduziert. Ermöglicht wurden diese Projekte in rund 3000 Stunden Arbeitsstunden.

Werte von 33.000 Euro umgesetzt

Insgesamt wurden somit innerhalb beider Jahre Erweiterungen im Wert von etwa 33 000 Euro umgesetzt. Die Gemeinde Meißner übernahm rund 3600 Euro. Der Rest wurde durch Eigenleistungen und Sachspenden reduziert und letztlich durch Förderprogramme, Vereinsmittel, private Spenden und Großspenden wie 4250 Euro von der Sparkasse Werra-Meißner finanziert.

Bei einer außerordentlichen Sonderversammlung resümierte der Heimat- und Fremdenverkehrsverein Meißner jetzt seine Arbeit seit Pandemiebeginn und kombinierte die offenen Jahreshauptversammlungen. „Es wird immer schwieriger, einen Verein dieser Größe, mit diesen Ausgaben und Aufgaben am Leben zu halten“, berichtet Bernd Füllgrabe, Vorsitzender des Heimatvereins.

Parallel zu den Großprojekten wurden Aktionen wie der Nistkästenbau und die Blühwiesen-Bewirtung realisiert. Gleichzeitig müssen die Flächen unterhalten werden: Die Wassertretstelle und der Naturlehrpfad werden gepflegt, Bäume gesichert und geschnitten, Sitzgruppen aufgestellt und erneuert, Nutzholz geschaffen und Wiesen sowie Ortseingangsschilder und der Abteröder Bär gemäht.

Heimatverein Spitze in Gemeinde

Die Arbeit wird in Zukunft nicht weniger: Aktuell wird ein neuer Traktor angeschafft. Hütte und Umzäunung des Rehbergs müssen dringend erneuert werden. „Wir hoffen auf Unterstützung der Kommune, die bei der letzten Kommunalwahl mit der Freizeitanlage geworben hat“, sagt Füllgrabe. „Es ist deutlich geworden, was für eine Spitze der Heimatverein in der Gemeinde ist“, sagt Bürgermeister Friedhelm Junghans. Es sei eine Zukunftsaufgabe, das zu erhalten. Dabei müsse mit Augenmaß geschaut werden, welche Erweiterungen auch langfristig unterhalten werden können. Finanziell müsse auch die Gleichberechtigung aller Vereine berücksichtigt werden.

Auch Ullrich Brill als Ortsvorsteher und Otto Steinmetz als Sprecher der örtlichen Vereine bedanken sich für die „enormen Leistungen“. Der Zusammenhalt werde durch den Heimatverein gestärkt. (Lorenz Schöggl)

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