In ihren Adern fließt gelbes Blut

Judith Beck aus Germerode leitet mit 22 Jahren Briefzentrum mit 170 Mitarbeitern

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Nach ihrem dualen Studium mit 22 Jahren bereits in verantwortlicher Position: Judith Beck ist die jüngste Post-Chefin in Nordthein-Westfalen.

Judith Beck aus Germerode ist 22 Jahre alt und leitet bereits kommissarisch das Briefzentrum in Freudenberg. Als jüngste Post-Chefin in NRW ist sie für 170 Mitarbeiter zuständig.  

Sie weiß, was sie will, sie weiß, was sie kann. Sie strotzt vor Selbstbewusstsein. Sie ist ehrgeizig und willensstark. Sie hat Zukunftspläne, die sie mit Zielstrebigkeit verwirklichen will. Und sie behauptet von sich, dass in ihren Adern gelbes Blut fließt. Judith Beck aus Germerode ist erst 22 Jahre alt und bereits Chefin von 170 Mitarbeitern.

Genauer ausgedrückt: Judith Beck ist die jüngste Post-Chefin in Nordrhein-Westfalen, sie leitet das Briefzentrum in Freudenberg im Siegerland, gelegen an der deutsch-niederländischen Ferienstraße. „Die Post hat mich schon immer fasziniert. Schon als Kind fand ich die Logistik spannend, für mich war es sensationell, wie schnell ein Brief befördert wurde. Mitbekommen habe ich das schon in unserer Postfamilie, denn auch mein Vater und meine ältere Schwester sind als Zusteller für die Deutsche Post tätig“, erzählt Judith Beck.

Nach dem Abitur am Beruflichen Gymnasium in Eschwege motivierte ihr Vater sie permanent. „Und so habe ich schließlich ein Duales Studium für BWL und Industriemanagement bei der Post begonnen.“

Im Drei-Monate-Takt war sie abwechselnd an der Hochschule in Karlsruhe oder in der Niederlassung in Gießen. Nach der dreijährigen dualen Ausbildung und der erfolgreichen Bachelorarbeit folgte sie dem Lockruf des Briefzentrums in Freudenberg, wo sie seit Juli tätig ist und schon zum 1. Oktober zur kommissarische Leiterin befördert wurde.

Sie muss dort die erforderlichen Prozesse akribisch genau organisieren, die Briefzustellung verlangt ein hohes Maß an Zuverlässigkeit. Täglich müssen hier 650 000 Briefe den Weg vom Absender zum Empfänger finden.

Aber auch zwischenmenschlich muss es passen. „Als ich mit meinen 22 Lenzen vor den Mitarbeitern stand, von denen viele meine Eltern oder gar Großeltern hätten sein können, war mir schon ein bisschen mulmig zumute“, erinnert sie sich zurück. Es herrsche aber ein großartiges Betriebsklima. „Wir bilden ein Superteam, das zusammensteht. Ich fühle mich hier sehr willkommen“, sagt sie.

Zukunftspläne hat die jüngste Post-Chefin in Nordrhein-Westfalen auch: „Ich möchte auf der Karriereleiter noch weiter nach oben klettern, strebe den Master an und auch einen Doktortitel, den ich mir bis zum 30. Lebensjahr zum Ziel gesetzt habe“, sagt die ehrgeizige 22-Jährige. „Wenn es sein muss bin ich Tag und Nacht im Betrieb, um ständig gesprächsbereit zu sein.“ Sehr gefreut hat sie sich über eine Anfrage der Kreishandwerkerschaft Siegen: „Ich soll eine Motivationsrede vor jungen Leuten halten, die am Einstieg ins Berufsleben sind. Da werde ich natürlich auch Werbung für die Post betreiben, denn die setzt viele positive Zeichen für den lernwilligen Nachwuchs.“

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