Sieben Gärten im Altkreis Eschwege machten mit

„Kindergarten“ Wolfterode präsentierte sich beim Tag des offenen Gartens

Begeisterte Gärtner: Lara Schindewolf (13) und Ben Strube (10) machen begeistert beim Projekt „Kindergarten“ des Heimatvereins Wolfterode mit.

Wolfterode. Der Tag des offenen Gartens lockte am Sonntag zahlreiche Gartenfreunde: Insgesamt haben im Altkreis Eschwege sieben Gartenbesitzer bei der Aktion mitgemacht und ihre gärtnerischen Kleinode der Öffentlichkeit präsentiert.

In diesem Jahr war zum ersten Mal auch der „Kindergarten“ Wolfterode dabei. Ein ganz besonderes Gartenprojekt, dass der Heimatverein Wolfterode 2011 ins Leben gerufen hat. „Das hier ist sozusagen ein Garten von Kindern für Kinder“, erklärt die Vereinsvorsitzende Regina Orth.

 In der Mitte des Grundstückes ist ein kreisrundes Beet angelegt, in dem es elf Parzellen gibt. „Dass die Anlage rund ist, haben sich die Kinder gewünscht, denn es sollte aussehen wie eine Pizza“, erklärt Orth. Jedes Kind das mitmacht hat eine Parzelle, für die es selbst verantwortlich ist. „Wir haben viele treue Gärtner im Alter von vier bis zehn Jahren“, erklärt Orth. Besonders stolz ist sie darauf, dass das Projekt im vergangenem Jahr den Sonderpreis beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ gewonnen hat.

Das Grundstück, idyllisch am Ortsrand gelegen, wurde von den Kindern mittlerweile richtig schön hergerichtet. Liebevoll haben sie ihre Parzellen dekoriert mit Steinen, Figuren und Windlichtern. „Abends zünden die Kinder die Kerzen an, das sieht so wunderschön aus“, schwärmt Orth.

Blick in den "Kindergarten" Wolfterode

Blick in den "Kindergarten" Wolfterode

Jetzt wollten sie den Garten auch der breiten Öffentlichkeit einmal vorstellen: Bereits seit Wochen bereiten sich die Kinder auf den Tag des offenen Gartens vor, haben Unkraut gezupft und das Garten-areal herausgeputzt. Auch das Insektenhotel und die neue Vogelscheuche waren rechtzeitig fertig. Einziges Ärgernis: Ein Erdbeerdieb hatte sich an den Beeten bedient. Doch auch den haben die Kinder identifiziert - mit einer Wildkamera. „Ein Dachs mochte wohl unsere Erdbeeren“, erklärt Ben Strube. Dem Zehnjährigen gehört eine der Parzellen. Sein Leitspruch ist ein Zitat von Ralph Waldo Emerson: „Unkraut nennt man die Pflanzen, deren Vorzüge noch nicht bekannt sind“, das er auch eigens auf eine Tafel geschrieben hat.

Mittlerweile hat sich das Gartenprojekt zu einem kleinen Treffpunkt im Ort gemausert. „Das hier ist schon eher so etwas wie ein Mehrgenerationen-Treffpunkt“, sagt Orth. So ist zum Beispiel auch Bens Urgroßvater Hans Weißbrich immer hilfreich zur Stelle. Der 90-Jährige unterstützt die Kinder beim Unkraut jähten und gießen. „Mein Uropa passt auf, dass die Pflanzen nicht verdursten“, erklärt Ben. Auch Kinder aus Berkatal und Abterode machen mittlerweile beim Gartenprojekt mit. „Ein Beet ist derzeit auch frei,“, erklärt Orth. Wer Lust hat kann sich bei Regina Ort unter Tel. 0 56 57/7560 melden.

Von Diana Rissmann

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare