Kommunales Investitionsprogramm: Sechs Projekte sind möglich

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Dorfgemeinschaftshaus Hitzerode

Frankenhain. Es ging vor allem um Grundsatzdiskussionen, als sich die Gemeindevertreter Berkatals zu ihrer letzten Sitzung der laufenden Legislaturperiode (bis Ende März) zusammenfanden. So berechne das Land Hessen die Zuwendungen wie jetzt beim kommunalen Investitionsprogramm KIPG anhand von realitätsfernen Zahlen – zu Ungunsten der Gemeinde.

„Weil wir angeblich finanzstark sind, bekommen wir jetzt etwas mehr als 113 000 Euro zur Verfügung gestellt – Neu-Eichenberg, eine mit uns vergleichbare Gemeinde, bekommt mehr als das Doppelte“, sagt Bürgermeister Friedel Lenze.

Ändern könne man daran aber nichts. Deshalb haben die Ortsbeiräte nur eine kleine Liste mit Projekten ausgearbeitet, die umgesetzt werden könnten. „Da müssen wir jetzt die Kosten ermitteln und anschließend entscheiden, was gemacht werden kann“, erklärt Lenze das weitere Vorgehen. Er verweist dabei auf zwei Modalitäten: Zum einen müsse jedes Projekt, das mindestens ein Volumen von 5000 Euro haben müsse, einzeln beantragt werden. Zum anderen sei das Geld nicht geschenkt: „Das Ganze beruht auf einem Darlehensprinzip: Wir zahlen 20 Prozent, das Land übernimmt den Rest.“ Diese 20 Prozent seien in den ersten zehn Jahren zinsfrei, anschließend nicht mehr. „Angelegt ist das auf 30 Jahre.“

Geprüft werden jetzt die Kosten für die Sanierung des Daches vom Dorfgemeinschaftshaus Hitzerode, die Umfeldgestaltung der Mehrzweckhalle Frankershausen, die Sanierung des Dreschschuppens in Frankenhain, die Gestaltung der Ortsmitte in Frankershausen sowie die Erschließung des Obergeschosses des Nahversorgungszentrums im gleichen Ort. Fest steht, dass 20 Prozent der Mittel in die Straßenunterhaltung fließen soll.

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