Biodiversität soll gefördert werden

Kreisbauernverband wirbt für Patenschaften für Blühflächen

Hier wird was blühen: Landwirt Lucas Mangold aus Weidenhausen (vorn) hat an seinem Rübenfeld einen drei mal 150 Meter breiten Blühstreifen ausgesät. Links Pate Felix Martin (Bündnis 90/ Die Grünen) und Stefanie Wittig vom Kreisbauernverband.
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Hier wird was blühen: Landwirt Lucas Mangold aus Weidenhausen (vorn) hat an seinem Rübenfeld einen drei mal 150 Meter breiten Blühstreifen ausgesät. Links Pate Felix Martin (Bündnis 90/ Die Grünen) und Stefanie Wittig vom Kreisbauernverband.

Im Regen muss sich Landwirt Lucas Mangold (25)  noch tief über die Furche beugen, um die ersten Pflänzchen zu sehen. „Aber dank des Regens sind sie bereits gekeimt“, freut er sich.

Mangold, dessen konventioneller Hof sich in Weidenhausen befindet, gehört zu den bisher 23 Landwirten im Werra-Meißner-Kreis, die in Zusammenarbeit mit der Kreisbauernverband an und in ihren Feldgemarkungen Blühstreifen und -flächen anlegen und damit an dem seit 2017 bestehendem Landesprojekt „Hessens Landwirtschaft blüht für die Bienen“ teilnimmt.

Lucas Mangolds Blühstreifen ist etwa drei mal 150 Meter groß und liegt am Ortsrand von Weidenhausen an einem Rübenfeld. In einigen Wochen sollen hier Sonnenblumen, verschiedene Kleesorten, Wicken, Ringelblumen Fenchel und Koriander nicht nur bunt blühen, sondern üppige Nektarweide für Honig- und Wildbienen, Hummeln, Schmetterlinge und allerlei andere Insekten sein.

Nahrungsquellen für die Wildtiere schaffen

„Damit wollen wir die Biodiversität unterstützen, Nahrungsquelle für Insekten und damit auch für Vögel schaffen sowie Schutz- und Nistplätze für Feldhasen, Rebhühner und andere Wildtiere schaffen“, so Stefanie Wittig vom Kreisbauernverband. 

Weil die Blühflächen sowohl an Feld- und Waldrändern als auch inmitten von Felder liegen, soll so für eine gute Vernetzung von Biotopen und Nahrungsquellen gesorgt für die Insekten werden.

Für die insgesamt 55 Hektar Blühflächen, die Landwirte im Kreis anlegen, wirbt der Kreisbauernverband nun um Patenschaften.

Wer das Projekt unterstützen möchte, kann für fünf Euro je zehn Quadratmeter eine Patenschaft übernehmen, diese endet Anfang Oktober, dann werden die Flächen für das kommende Jahr vorbereitet.

Auch der Landtagsabgeordnete Felix Martin ist mit dabei 

Dazu gibt es ein Patenschaftszertifikat, regelmäßig Fotos von der Blühfläche und ab 50 Quadratmeter ein Glas Honig. „Wir versuchen, die Patenschaften möglichst in Wohnortnähe zu vermitteln, damit die Flächen auch besucht werden können“, so Stefanie Wittig.

Denn die verändern sich auch von Woche zu Woche. Auch der Landtagsabgeordnete Felix Martin (Bündnis 90/ Die Grünen) hat bereits zum zweiten Mal eine Blühpatenschaft im Kreis übernommen – in diesem Jahr sollen es 50 Quadratmeter werden.

So kann man Pate einer Blühfläche werden

Das Saatgut für die Blühflächen hat der Kreisbauernverband gestellt, die Mittel aus den Patenschaften sollen einem Naturschutzprojekt zugutekommen, welches das ist, entscheiden Untere Naturschutzbehörde und Kreisbauernverband gemeinsam.

Wer eine Patenschaft für eine der Blühflächen übernehmen möchte, kann sich beim Kreisbauernverband Werra-Meißner unter der Telefonnummer 0 56 51/ 74 56 60 werktags zwischen 8 und 16 Uhr oder unter Angabe seines Wohnortes per E-Mail  kbv.wmk.wittich@gmail.com melden.

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