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Frankenhain: 1.000 Euro für Ukrainehilfe dank Postkarte von Ilona Nolte

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Von: Theresa Lippe

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Malerin Ilona Nolte aus Frankenhain hat mit dem Verkauf von einer selbstgestalteten Postkarte Spenden für Menschen aus der Ukraine gesammelt.
Malerin Ilona Nolte aus Frankenhain hat mit dem Verkauf von einer selbst gestalteten Postkarte Spenden für Menschen aus der Ukraine gesammelt. © theresa lippe

Die Malerin Ilona Nolte gestaltete ein Gemälde mit Acrylfarben, das sie anschließend als Postkarte drucken ließ. Die Einnahmen spendete sie an die geflüchteten Ukrainerinnen in der Gemeinde Berkatal.

Frankenhain – Die Frankenhainer Künstlerin Ilona Nolte hat mit dem Verkauf von selbstgestalteten Postkarten 1.000 Euro gesammelt und gespendet. Das Geld kommt den geflüchteten Menschen aus der Ukraine zu, die derzeit in der Gemeinde Berkatal wohnen.

Das Leben der Malerin ist bunt: Bei ihrem Outfit setzt sie Akzente mit Neongelb, in ihrem Vorgarten blühen Rosen in verschiedensten Farben, schon im Eingangsbereich ihres Hauses leuchten einem bunte Kunstwerke entgegen. So auch das Gemälde, was als Motiv auf 500 Postkarten gedruckt wurde.

Kunst für den Frieden: Malerin aus Frankenhain verkauft Postkarten

„Normalerweise habe ich im Jahr vier bis fünf Ausstellungen in ganz Deutschland, das hat mir während Corona natürlich gefehlt“, erzählt sie. Und da sie etwas Gutes tun wollte, sei sie schlussendlich auf die Idee mit der Postkarte gekommen, die für einen bestimmten Zeitraum im Frühling zu kaufen war.

Die Karten mit dem farbenfrohen Motiv und der Aufschrift „Give peace a chance“ (Gib Frieden eine Chance) wurden für zwei Euro das Stück verkauft. „Ich wollte, dass sich niemand zum Spenden verpflichtet fühlt“, erklärt die Malerin. Das funktioniere durch ein niederschwelliges Angebot deutlich leichter.

1.000 Euro Spenden durch Verkauf von Postkarten

In ihrem Status beim Nachrichtendienst Whatsapp habe sie die Idee geteilt, so seien Freundinnen und Bekannte darauf aufmerksam geworden. Die Aktion habe sich dann durch Mund zu Mund Propaganda verbreitet. „Die Landfrauen Hitzerode haben ihre Ostergrüße auf meinen Postkarten an ihre Mitglieder verschickt“, freut sie sich.

Der Verkauf der Postkarten ist allerdings nicht das erste soziale Projekt der Hitzeröderin. Sie arbeitet mit der Bürgerstiftung Werra-Meißner zusammen und hat ihre Kunstwerke in einer Göttinger Klinik ausgestellt, um den Patienten während der Pandemie ein bisschen Farbe in den tristen Krankenhausalltag zu bringen.

Frankenhain: Malerin sammelt Spenden durch Verkauf von Postkarten

Ihre Werke mit Acrylfarbe gestaltet Ilona Nolte immer auf schwarzen Leinwänden: „So kommen die Farben noch besser zur Geltung“, erklärt die Mutter von zwei erwachsenen Kindern. Eine konkrete Lieblingsfarbe hätte sie dabei nicht, „aber Neon liebe ich sehr“, sagt sie.

Mit ihrer Kunst wolle sie Menschen glücklich machen, ihnen ein Lächeln ins Gesicht zaubern. „Ich male Lebebilder“, beschreibt die Autodidaktin ihre Werke. Die Menschen auf ihren Gemälden beschreibt sie als skurrile Typen, schrullige Weiber und starke und melancholische Frauentypen. Sie bilde Alltagsszenen ab: alte Freundinnen beim Saunabesuch oder ältere Herren in Badehose am Strand, wie sie mit Schwimmreifen posieren. Doch sie malt nicht nur Menschen, sondern „alles was mir gefällt – in diesem Fall war es ein Blumenstrauß mit Peace-Zeichen, der ukrainischen Flagge und einer Friedenstaube.“ Sich selbst nennt sie eine Farbenformerin.

Nachdem Ilona Nolte vor knapp 30 Jahren Kurse an der VHS Eschwege belegt hat, ist sie inzwischen seit vielen Jahren selbstständig. „Das Malen macht sehr zufrieden“, zieht sie als Fazit zu ihrer Arbeit.

Von Theresa Lippe

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