Ausstrahlung am Samstag ab 19.30 Uhr

Abterode ist „Dolles Dorf“: Vierköpfiges Fernsehteam drehte am Freitag

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Eingerahmt von den beiden Abteröder Zwergen: das Filmteam des Hessischen Rundfunks mit (von links) Jürgen Lutze, Helmut Seefeld und Jochen Schmidt sowie Meißners Bürgermeister Friedhelm Jungshans, Lutz Riecheling und Bernd Zimmermann vom Heimatverein Abterode. 

Abterode. Von seiner besten Seite hat sich Abterode am Freitagvormittag präsentiert: Überraschend war der idyllische Ortsteil der Gemeinde Meißner am Vorabend in der Hessenschau des hr-Fernsehens als „Dolles Dorf der Woche“ gezogen worden.

Die Ziehung

Etwa 1800 Karten befinden sich in der Lostrommel der Hessenschau. Auf jedem Los ist ein hessisches Dorf verzeichnet, in dem unter 2000 Einwohner leben. Am Donnerstagabend schließlich war das Glück dem 830-Seelen-Ort Abterode hold. Dort liefen bereits in den Sekunden nach der Verkündung die Telefone heiß, wie Meißners Bürgermeister Friedhelm Junghans mit einem Lächeln sagt: „Wir wussten, dass uns ein turbulenter Tag bevorsteht.“ Denn noch mit dem Los in der Hand machte sich ein vierköpfiges Reporterteam direkt vom Studio in Frankfurt auf ins Meißnervorland.

Die Vorbereitung

Um 21.30 Uhr am Donnerstagabend sei das Fernsehteam, bestehend aus Reporter Jochen Schmidt, Kameramann Jürgen Lutze, Beleuchter Mark Kröll und dem Ton-Verantwortlichen Helmut Seefeld, in Abterode eingetroffen. „Zu diesem Zeitpunkt haben sich bereits rund 80 Bürger im Bürgerraum versammelt und gemeinsam ein tolles Programm erarbeitet“, sagt Friedhelm Junghans stolz.

Der Dreh

Drehstart im Ort war pünktlich um neun Uhr am Freitagmorgen – erneut begleitet von zahlreichen Abterödern. Auf dem Programm standen zunächst Besuche der Synagoge und des Dorfladens sowie der Freizeitanlage am Rehberg, welche von den Mitgliedern des Heimatvereins liebevoll instand gehalten wird. Sequenzen wurden auf Nordhessens größtem Judenfriedhof ebenso gedreht wie an der Kirchenruine am Ortseingang. 

Wandern für den Fernsehbeitrag: Die Abteröder zeigten vollen Einsatz und machten so die beste Werbung für ihren Ort.

Hier stand sogar eine Wandergruppe parat, welche für den Beitrag den Weg in Richtung der Grube Gustav nachlief – vorbei an dem Abteröder Bär und den Zwergen. Nach der Mittagspause stellten Mitglieder des Vereins „Wir am Meißner“ ihre Arbeit vor, bevor der Drehtag im Landhotel Eberhardt mitsamt seiner Fasserie und der Aufführung der örtlichen Line-Dance-Gruppe endete.

Der Eindruck

„In den Orten, die wir porträtieren, sind wir immer auf der Suche nach versteckten Perlen“, sagt Reporter Jochen Schmidt. In Abterode sei das aber gar nicht nötig – denn „die Perlen liegen hier offen“. Das erlebe er selten und sei daher umso begeisterter von dem Ort und seinen Bewohnern. „Wir haben schon viele Dörfer porträtiert, aber ein solcher Ort ist ein Geschenk für jeden Filmschaffenden.“

• Der Beitrag wird am Samstag ab 19.30 Uhr in der Hessenschau des hr-Fernsehens zu sehen sein.

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