Zweckverband reduziert Abgabe für Mindestleerung beim Restmüll um zehn Euro

Abfallgebühren sinken

Weidenhausen. Die Abfallgebühren in den Mitgliedskommunen des Zweckverbandes Abfallwirtschaft Werra-Meißner werden zum Jahresbeginn gesenkt. Das hat der Verband jüngst beschlossen.

So sinkt die bisherige Mindestgebühr (die vier Leerungen im Jahr beinhaltet) pro 120-Liter-Restmüllbehälter um 10,20 Euro auf 78,20 Euro. Und auch die Grundgebühr sinkt um 1,20 Euro auf 57,60 Euro. Geringer ist die Ersparnis bei der wesentlich weniger genutzten 240-Liter-Tonne: Weil deren Gebühr jetzt doppelt so teuer ist wie die für die 120-Liter-Tonne, sind bei der Mindestgebühr 1,80 Euro weniger und somit noch 156,40 Euro zu zahlen. Und auch beim Bioabfall ist die Reduktion der Mindestgebühr um 60 Cent auf 48,60 Euro nicht ganz so hoch; geleert wird diese Tonne mindestens zwölfmal im Jahr.

Der Grund für die Senkung hängt mit der Kreisverwaltung zusammen: Die hat die Entsorgungsgebühren, die der Abfall-Zweckverband an die Verwaltung zahlen muss, drastisch gesenkt: Statt wie bisher 235 Euro pro Tonne müssen für den Restmüll ab dem 1. Januar nur noch 145 Euro gezahlt werden, beim Sperrmüll sind es noch 115 Euro. „Dadurch sparen wir gut 600 000 Euro ein“, sagt Matthias Wenderoth, Geschäftsführer des Abfall-Zweckverbandes. Da die Personalkosten im Gegenzug jedoch gestiegen seien und auch der Rücklagentopf nicht mehr ganz so prall gefüllt ist wie noch die Jahre zuvor, könne man diese Einsparung zwar nicht eins zu eins an die Haushalte weitergeben, „zum Teil aber eben schon“. Gelten sollen die neuen Gebühren bis Ende 2020.

Auch Eschwege hatte eine Gebührensenkung angekündigt, ebenso Witzenhausen. Nichts verändern wird sich hingegen bei der Stadt Sontra. Weil man dort bei der Gebührenkalkulation noch nichts von der geringeren Entsorgungsgebühr seitens des Kreises wusste, konnte man diese auch nicht mit einplanen. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare