QR-Codes liefern im Wald Infos für Besucher

Digitales Leben: App des Geo-Naturparks ist Navigationshilfe und Wanderführer zugleich

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Digital unterwegs: Geologe Diethard Lindner vom Geo Naturpark Frau-Holle-Land zeigt am Beispiel der Schäferhalle, hoch über Eschwege, wie ein QR-Code mit der App gescannt wird.

Mit dem Smartphone durch den Wald: im Geo-Naturpark Frau-Holle-Land ist das gleich aus mehreren Gründen eine gute Idee.

An 71 Stationen an den Premiumwanderwegen im Naturpark warten QR-Codes darauf, von Wanderern mit ihrem internetfähigen Handy gescannt zu werden.

Dahinter verbergen sich Informationen zur heimischen Flora und Fauna und zu geologischen Beschaffenheiten des Untergrunds. Hinzu kommt Hintergrundwissen zur Geschichte und zu Bauwerken.

Wissen aufpeppen

Mit ihrem Smartphone können Spaziergänger und Wanderer aber nicht nur ihr Wissen aufpeppen, sondern sich auch immer vergewissern, ob sie sich noch auf dem richtigen Weg befinden.

Der Geo-Naturpark setzt stark auf Digitalisierung. Die QR-Codes sind nur ein Teil des digitalen Angebots. „Wir gehen mit der Zeit“, sagt Geschäftsführer Marco Lenarduzzi. Ende 2018 stellte der Naturpark seine neue App, einen digitalen Wanderführer, vor. Mit dem Programm für Smartphones können Wanderer sich individuell Routen zusammenstellen, die von Länge und Schwierigkeitsgrad zu ihren Vorstellungen passen. Die können sie herunterladen und die Navigation so auch offline, also ohne Internetempfang, nutzen.

Einkehr- und Einkaufsmöglichkeiten erfasst

Zudem erfahren sie die nächsten Einkehr- und Einkaufsmöglichkeiten und Ausflugsziele in der Nähe. Sogar Bäckereien, Hofläden und kleine Gasthäuser am Weg sind im Verzeichnis zu finden.

Die kleinen Tafeln mit den QR-Codes stehen an markanten Punkten, hauptsächlich entlang des Premiumwegs P4 Hessische Schweiz.

Dort gab es bisher schon viele analoge Informationstafeln, die den Wanderer über die besonderen Gegebenheiten an der Strecke aufgeklärt haben. „Die Tafeln bleiben natürlich erhalten“, betont Lenarduzzi. Die Premiumwanderwege auch digital zu erschließen sei als Service für Wanderer und Fahrradtouristen im Zeitalter der Digitalisierung unbedingt notwendig, so Lenarduzzi. Denn das Smartphone sei auch im Wald kaum noch wegzudenken.

Im WLAN benötigte Karten herunterladen 

Da es dort aber nicht überall guten Handy-Empfang gibt, empfiehlt Lenarduzzi, sich schon Zuhause oder im Hotel mit der App zu beschäftigen und im WLAN-Netz benötigte Karten herunterzuladen. So dient das Smartphone, ob mit oder ohne Empfang, als Routenplaner, Kamera und Naturführer. Mit der App können die Nutzer jeden Wanderparkplatz finden – auch die etwas versteckten im Wald. Sie bietet Links zur Fahrplanauskunft im öffentlichen Nahverkehr und tagesaktuelle Informationen zum Veranstaltungskalender und weiß, wo die nächste Fahrradwerkstatt zu finden ist.

250 sogenannte POIs

250 sogenannte POIs (Point of Interest - Orte von Interesse) sind in der App hinterlegt, fast ein Drittel mit QR-Codes versehen. „Wir erweitern unser Angebot ständig“, so Claudia Krabbes vom Naturpark.

Momentan sind QR-Codes unter anderem beim Wasserfall Elfengrund bei Wanfried, an der Silberklippe in Meinhard und der Agentenschleuse bei Bad Sooden-Allendorf zu finden.

Die Ausflugsziele können über eine Karte nach Orten gefiltert und viele der Inhalte auch ohne Netzempfang genutzt werden.

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