Rehbock lebt jetzt bei den Nandus

Bambi bereitet Bergwildpark Sorgen

+
Brauchte einige Wochen, um sich in seinem neuen Zuhause zurecht zu finden: der Rehbock Bambi. 

Germerode. Rehbock Bambi bereitet dem Bergwildpark Meißner Sorgen: Er wird immer aufdringlicher und belästigt die Besucher. 

Was war die Aufregung auch Anfang Mai groß: Als Bambi in den Bergwildpark Meißner zog, richteten sich nicht nur die Blicke seiner Zieheltern Anja Pahlen und Peter Göbel auf das scheu wirkende Tier, sondern auch die zahlreicher Medienleute. Ob sich das Reh wohl einleben würde in der ihm fremden Umgebung, ist es doch in einer Wohnung, umgeben von Menschen und Tieren aufgewachsen?

Bereitet dem Bergwildpark mittlerweile Ärger: Noch Anfang Mai wollte Bambi gar nicht aus seiner Transportbox und war scheu.

Sah es zwischenzeitlich anders aus, muss man diese Frage derzeit mit Nein beantworten. Wie von einigen Fachleuten bereits im Vorfeld angekündigt, will der 14 Monate alte Rehbock sein neu erschlossenes Revier verteidigen – und wird dadurch zunehmend aufdringlicher, auch den Besuchern gegenüber. 

Um die vor ungeliebten Angriffen zu schützen, musste Bambi jetzt umziehen: Die Gemeinde Meißner hat als Eigentümerin des Wildparks entschieden, das Reh vorerst bei den Nandus unterzubringen; das Gehege ist für Besucher nicht zugänglich. Dort, so heißt es, wolle man Bambis Verhalten erst einmal weiter beobachten und dann entscheiden, ob er möglicherweise wieder zurück muss zu seinen Zieheltern. 

Die wollen nach eigenen Angaben im Fall der Fälle eine Wiese mieten, auf der das Reh dann leben kann. Für Bambi wäre das wohl das Beste. Für eine Kastration ist es zu spät, ausgewildert werden kann er nach der Handaufzucht nicht mehr. Und ob ein Leben bei den ihm nicht artverwandten Nandus so erfüllend ist, auch wenn die dahinterstehende Absicht richtig ist, scheint fraglich.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare