Jubiläum im kommenden Jahr 

Bergwildpark Meißner legt rekordverdächtige Besucherzahlen vor

Zutraulich: Rot- und Damhirsche, Muffelwild und Rehe laufen frei auf den 28 Hektar des Bergwildparks Meißner herum. Sie lassen sich streicheln und mit parkeigenem Futter füttern.
+
Zutraulich: Rot- und Damhirsche, Muffelwild und Rehe laufen frei auf den 28 Hektar des Bergwildparks Meißner herum. Sie lassen sich streicheln und mit parkeigenem Futter füttern.

Rekordverdächtige Besucherzahlen verzeichnet der Bergwildpark Meißner in Germerode. Rund 60.000 Menschen ließen sich in diesem Jahr locken. 

Wegweisend war die Entscheidung, die vor fast genau 50 Jahren in Germerode getroffen wurde, durchaus mit Risiko behaftet, aber in der Nachschau goldrichtig: Ein Bergwildpark sollte hier anstatt eines Schwimmbads entstehen – eine Besonderheit schon damals, zweifelsohne. Heute, gut ein halbes Jahrhundert später, hat der Freizeit-, Erlebnis- und Bergwildpark Meißner eine Erfolgsgeschichte geschrieben, die ihresgleichen sucht.

Ehrenamtliche Arbeit 

Rund 53.000 Besucher strömten allein bis Ende September in den Meißner-Ortsteil, knapp an die 60.000 werden es wohl bis Saisonende zum Monatsende werden. Rekordzahlen, die „uns schon ein wenig an die Kapazitätsgrenze bringen“, sagt Harald Zindel, Vorsitzender des Fördervereins Bergwildpark, dennoch glücklich. 

Werben für das Jubiläum: (von links) Manfred Zindel und Harald Zindel vom Förderverein. 

Denn hohe Besucherzahlen – die bedeuten auch Anerkennung für die Arbeit der Ehrenamtlichen, die alle 14 Tage am Sonntagmorgen im, um und für „ihren“ Bergwildpark arbeiten. Gut 3500 Stunden leisten die 50 Aktiven so ab, investieren Arbeit, Zeit und Ideen in eine der Hauptattraktionen des Kreises. 

Um die zahmen Rot- und Damhirsche, die Wollschweine, Fasane, Alpakas, Hängebauchschweine und die unzähligen Tiere bestmöglich zu versorgen, sind weiterhin drei hauptamtliche Tierpfleger angestellt. „Großer Wert wird auf eine artgerechte Tierhaltung gelegt“, bekräftigt Manfred Zindel.

Überschüsse erzielt 

Überschüsse, die im Bergwildpark Meißner mittlerweile regelmäßig erzielt werden, werden wieder reinvestiert – eines der Erfolgsgeheimnisse. „Den Besuchern immer etwas Neues zu bieten, nie stillzustehen, das ist unser Anspruch“, sagt Manfred Zindel. 

Als Beispiele seien hier nur der neue Kletterfelsen genannt oder das in der Entstehung begriffene Hühnerhaus auf dem Gelände der ehemaligen Falknerei. „Wertvolle Unterstützung erfahren wir auch durch Sponsoren wie die BKK, die Firmen Beck-Bau, Rehbein, Hiebenthal und das Ausbildungszentrum der Bauwirtschaft“, sagt Harald Zindel.

Von April bis Oktober ist täglich zwischen 10 Uhr und 18 Uhr geöffnet; von November bis März an den Wochenenden von 10 Uhr bis 17 Uhr. Dauerkarten für Familien sind noch bis zum 1. März für 50 Euro zu haben.

50 Jahre Bergwildpark 

Als 1970 der Wildpark entstand, gründete sich in Germerode gleichzeitig der Förderverein Wild- und Erholungspark. 2020 nun wird das 50-jährige Bestehen gefeiert – und zwar das ganze Jahr hindurch. In jedem einzelnen Monat planen die Akteure einen Höhepunkt.

 „Das Jubiläumsfest ist gleichzeitig als Dank an alle unsere treuen Mitglieder zu verstehen, die den Bergwildpark Meißner zu etwas Besonderem machen“, sagt der Vorsitzende des Fördervereins, Harald Zindel. Die Männer und Frauen kümmern sich um den Ausbau, die Erhaltung und die Renovierung des Bergwildparks. Neue Mitglieder sind jederzeit willkommen. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare