Seit Anfang des Jahres

Rote Karte für Müllsünder: Bioabfall wird mit Detektionssystem auf Störstoffe überprüft

Wenn Störstoffe entdeckt werden, bekommen die Biotonnen im Werra-Meißner-Kreis ab sofort eine gelbe und dann eine rote Karte mit Begründung und Tipps zum Richtigmachen aufgeklebt. Im Wiederholungsfall bleibt die Tonne ungeleert stehen. Unser Bild stammt aus dem Kreis Kassel, der das Verwarnsystem ebenfalls eingeführt hat.
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Wenn Störstoffe entdeckt werden, bekommen die Biotonnen im Werra-Meißner-Kreis ab sofort eine gelbe und dann eine rote Karte mit Begründung und Tipps zum Richtigmachen aufgeklebt. Im Wiederholungsfall bleibt die Tonne ungeleert stehen. Unser Bild stammt aus dem Kreis Kassel, der das Verwarnsystem ebenfalls eingeführt hat.

Wer seine Biotonne falsch befüllt, bekommt im Werra-Meißner-Kreis nun die Rote Karte gezeigt. Seit Jahresbeginn kennzeichnen die Müllwerker auf diese Weise Behälter.

Werra-Meißner – Rot gibt es, wenn statt Bioabfällen auch Glas, Plastik und andere Fremdstoffe gefunden werden. Das teilt der Zweckverband Abfallwirtschaft im Werra-Meißner-Kreis mit.

Die Sammelfahrzeuge für den Bioabfall sind zu diesem Zweck mit einem elektronischen Detektions- und Kontrollsystem, dem sogenannten „Müllsheriff“, ausgestattet. Sämtliche Biotonnen werden damit zusätzlich zu den Sichtkontrollen geprüft. Sollten unzulässige Störstoffe festgestellt werden, erfolgt zunächst ein Hinweis durch eine „gelbe Karte“. Bei weiteren oder erheblichen Verstößen wird mit einer „roten Karte“ die Leerung verweigert. Störstoffe müssen dann vor der nächsten Leerung aussortiert werden. Alternativ kann die falsch befüllte Tonne gegen eine separate Gebühr bei der Restmülltour geleert werden.

Der Zweckverband Abfallwirtschaft setzt in Sachen Biomüll in erster Linie weiter auf Aufklärung. Dazu wird derzeit zusätzlich zur laufenden Informationskampagne ein Flyer mit den wichtigsten Regeln der Entsorgung in Umlauf gebracht.

Denn: Bioabfall kann nur dann hochwertig verarbeitet werden, wenn er sauber sortiert in der Vergärungs- und Kompostierungsanlage in Lohfelden (Landkreis Kassel) ankommt. „Leider lässt die Qualität der eingesammelten Bioabfälle sichtbar nach. In vielen Biotonnen finden sich Plastiktüten, Verpackungen aus Kunststoff oder Metall, Glas und oft auch Restmüll wie Windeln oder Asche“, heißt es vonseiten des Verbands. Auch Hundekot oder Katzenstreu gehörten nicht in die Biotonne. Diese Störstoffe müssten dann zu hohen Kosten aussortiert werden. Einzelne Chargen könnten wegen der vielen Verunreinigungen nur komplett als Restmüll entsorgt werden.

Für die saubere Trennung und Sammlung der Bioabfälle ist jeder Nutzer selbst zuständig. Das ist in den Abfallgesetzen und der Abfall- und Gebührensatzung des Zweckverbands Abfallwirtschaft klar geregelt. Darin heißt es, dass jeder Nutzer verpflichtet ist, ausschließlich kompostierbare Abfälle in der Biotonne zu sammeln. Bei Verstößen ist der Zweckverband Abfallwirtschaft oder der beauftragte Entsorger berechtigt, die Leerung der Biotonne zu verweigern. Für Fragen stehen Mitarbeiter des Zweckverbands zur Verfügung – Einschränkung: In der Zeit von Dienstag, 25. Januar, bis Freitag, 28. Januar, zieht die Verwaltung um. Ein Kontakt ist dann eingeschränkt möglich.

Kontakt: Zweckverband Abfallwirtschaft , Tel.: 0 56 57 / 98 95 0, E-Mail: info@zva-wmk.de, Fax: 0 56 57 / 98 95 30.

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Nutzer ist selbst verantwortlich

Von Emily Hartmann

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