Folk-Musik, die Spaß macht

De Lusejungen melden sich 2019 temperamentvoll „Zurück uff der Gass“

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„Zurück uff der Gass“: De Lusejungen (von links) Holger Fischbuch, Susanne Marz und Winfried Wolf bei den Proben im Jugenddorf bei Vockerode.

Sontra/Hoher Meißner – De Lusejungen melden sich 2019 temperamentvoll zurück. 

„Whisky in the Jar“ schallt durch das Jugenddorf Meißner an diesem Januar-Sonntag. Gespielt wird es gerade von den Lusejungen. Die vierköpfige Band aus dem Werra-Meißner-Kreis hat sich zum Probenwochenende in die schneebedeckte Landschaft des Meißners zurückgezogen und spielt temperamentvolle Irische Traditionals aber auch moderne Folksongs wie „Nancy Mulligan“ von Ed Sheeran.

Dutzende Instrumente stehen im Probenraum, Gitarren, Banjo, Kontrabass, Geige, Schlagwerke und sogar eine Uilleann-Pipe, eine Ellbogen-Pfeife, die wie ein Dudelsack klingt. Sie alle werden gebraucht, denn Detlef und Holger Fischbuch, Winfried Wolf und Susanne Marz sind musikalisch vielseitig aufgestellt. Gerade proben sie für ihre erste große Show „Irish Dance meets Rock & Pop“, die am 19. März in Rotenburg/Fulda über die Bühne geht. Dort spielen die Lusejungen zusammen mit dem Tanz-Ensemble Magical Steps. Und deshalb gehört der große Show-Opener „Lord of the Dance“ zu den Titeln, die die Lusejungen neu in ihr Programm integrieren. „Die Show zusammen mit den Tänzerinnen ist eine ganz neue Herausforderung für uns“, sagt Holger Fischbuch. „Aber wir sind stolz, dass wir das Programm allein mit Mitwirkenden aus der Region auf die Beine stellen können.“ Nur, dass es bisher lediglich den einen Termin gibt, finden die Musiker schade. Sie könnten sich auch vorstellen, die Show in Eschwege aufzuführen. Auftritte ohne Tänzer sind im Irish Pub in Niederhohne geplant, in Bad Sooden-Allendorf oder an der Wasserburg in Aue.

In den vergangenen sieben Jahren haben sich die Lusejungen als musikalisch versierte Band für „Folk Music Unlimited“ einen Namen im Kreis gemacht. Ihr Publikum reißen sie regelmäßig zu Begeisterungsstürmen hin, wie bei der Livemusik-Nacht in Eschwege, dem Go-Ahead-Festival in Schwebda, dem St.-Patricks-Day im E-Werk oder auf dem Open Flair. Auch hier haben sie am Freitag-Nachmittag schon das E-Werk gerockt. 2018 haben sie es ruhiger angehen lassen, Frank Kummer verließ die Band und Susanne Marz hat eine kleine Tochter bekommen.

Jetzt, 2019, wollen die Vier wieder mit altgewohntem Elan und Spaß durchstarten und melden sich „Zurück uff der Gass“. In ihrem Programm spielen die Lusejungen nicht nur Klassiker des Irish Folk, sondern regionalisieren die Songs manchmal mit nordhessischen Texten und machen auch vor traditionellen Melodien aus Schottland, Schweden, Frankreich oder Osteuropa nicht Halt, mischen sie mit Blues, Polka oder auch mal Ragtime und möchten dem Publikum professionell gemachte Musik präsentieren, ohne sich selbst als Profimusiker verdingen zu wollen.

Frei nach dem Grundsatz „Hannibal ging über die Alpen, die Lusejungen gehen über den Meißner“, eroberten sie vor drei Jahren die Kasseler Museumsnacht. In diesem Jahr ist es ein Auftritt beim Hessentag, der ihnen überregional Bekanntheit verschaffen soll.

Diese Auftritte stehen 2019 an

16. März, 19 Uhr, St. Patricks Day im Irish Pub in Niederhone; 19. März, 19 Uhr, Irish Dance meets Rock&Pop in Göbels Hotel Arena in Rothenburg/Fulda; 4. Mai, 15.30 Uhr, Awo Familienfest im Kultur und Kongresszentrum in Bad Sooden-Allendorf; 25. Mai, 19 Uhr, Irischer Abend an der Wasserburg in Aue; 15. Juni, 15 Uhr, Sommerfest in der Schlüsselblume in Niederhone.

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