Im Dorf der Krippen herrscht am Wochenende eine ganz besondere Atmosphäre

Selbstverständlich macht auch der Weihnachtsmann dem Weihnachtsmarkt in Wellingerode seine Aufwartung. So viel sei verraten – er kommt von weit her. So ist die Überraschung für Kinder garantiert. ArchivFoto: Wolfram Skupio

In Wellingerode wird das ganze Dorf zum Weihnachtsmarkt. Vor vielen Häusern sind Krippen aufgebaut. Und an den 30 Holzbuden vor dem DGH geht es urig zu. 

Wohlgewählt ist das Datum des Wellingeröder Weihnachtsmarktes. Erst am letzten Wochenende vor dem Weihnachtsfest nämlich findet er statt – dann, wenn die hektische vorweihnachtliche Betriebsamkeit zum Erliegen gekommen ist; dann, wenn so gut wie alle Geschenke besorgt und eingepackt sind und auch der Plan für das Festmenü steht. Dann bleibt genügend Raum, Wellingerode, „das Dorf der Krippen“, und seinen ganz besonderen Weihnachtsmarkt mit allen Sinnen zu genießen.

Am Samstag, 21. Dezember, von 13 bis 19.30 Uhr laden die Organisatoren dazu ein, nicht nur die urigen Holzbüdchen mit ihren Auslagen, sondern auch ihren Ort, ihr Wellingerode, kennenzulernen.

Denn beides ist untrennbar miteinander verbunden: Handgefertigte Krippen vor jedem Haus säumen den Weg bis zum Dorfgemeinschaftshaus und verzücken Besucher wie Anwohner gleichermaßen. Warm-glänzende Lichter an den Straßen und Plätzen weisen den Weg zum Festplatz, laden ein zum Verweilen, Staunen und sind ein Garant für Besinnlichkeit.

Grellbunte, blinkende Weihnachtsbeleuchtung – das ist eben nichts für die Wellingeröder, im Besonderen nicht für Thomas von Grumbkow, seit den Anfängen mitverantwortlich für das Fest. Vor rund 22 Jahren war er es, der jedem Hausbesitzer, der einverstanden war, eine Holzkrippe gebaut hat, um den Geist der klassischen Weihnacht zu beschwören. Das Organisationsteam, das seit Jahren Hand in Hand zusammenarbeitet, setzt den Weihnachtsmarkt seitdem in diesem Sinne um – und macht Wellingerode weit über die Kreisgrenzen hinaus bekannt.

„Jeder engagiert sich, jeder bringt sich ein – hinter dem Weihnachtsmarkt steht eine großartige Gemeinschaft“, sagt Christina Ebert stellvertretend für das Wellingeröder Team. Und so werden auch in diesem Jahr über 30 Büdchen Besucher in den kleinen, feinen Ort locken – dabei sind feine Handwerkskunst, Schmuck, Honig sowie Klassiker wie Bratwurst vom Grill, Glühwein und Waffeln. An der reich gedeckten Kaffeetafel im Dorfgemeinschaftshaus gibt es selbst gebackene Torten und Kuchen.

Die Einnahmen werden zu einem großen Teil an die Elternhilfe für das krebskranke Kind in Göttingen gespendet.

Wer nicht weiß, wie er wieder nach Hause kommen soll, kann auf den Weihnachtsmarkt-Bus zurückgreifen: Der bringt die Besucher kostenlos ab 19.30 Uhr zurück in die Gemeinden Berkatal und Meißner.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare