Mit Infos und Youtube-Videos

Start des Dorfentwicklungsprogrammes findet im Internet statt

Mythen, Kloster, Mohn: Das alles und noch viel mehr macht die Gemeinde Meißner einzigartig. Doch wo schlummert noch Potenzial, was kann verbessert werden? Die Bürger sind gefragt.

Die Gemeinde Meißner bietet statt einer öffentlichen Auftaktveranstaltung des Dorfentwicklungsprogramms Informationen, Beteiligungsmöglichkeiten und  Youtube-Videos im Internet an.

Eine gelungene Dorfentwicklung lebt von der Bürgerbeteiligung – inmitten der Corona-Krise aber scheint gerade das eine schier unüberwindbare Hürde zu sein. 

Als sehr findig erweist sich die Gemeinde Meißner: „Es gilt, sich nicht unterkriegen zu lassen“, sagt Bürgermeister Friedhelm Junghans voller Tatendrang. Mitmachen dringend erwünscht. Wir beantworten die drängendsten Fragen.

Friedhelm JunghansBürgermeister

Was verbirgt sich hinter dem Begriff „IKEK“?

Das ausgegebene Ziel eines jeden integrierten kommunalen Entwicklungskonzepts (IKEK) ist es, Dörfer als Wohn- und Lebensorte zu attraktivieren und funktionierende Dorfgemeinschaften zu schaffen. Bis dahin ist es ein weiter Weg – die Gemeinde Meißner möchte ihn in enger Abstimmung mit den Bürgern gehen. „Sie als Bürger eines Ortsteils wissen, wo der Schuh drückt und wo Potenziale schlummern“, schreibt Bürgermeister Friedhelm Junghans. „Deswegen sind Sie der wichtigste Bestandteil im gesamten Prozess.“

Das IKEK ist zu einem späteren Zeitpunkt der Zugang zu Fördermitteln des Landes Hessen.

Welche Vorarbeiten wurden schon geleistet?

Die Gemeinde Meißner ist im vergangenen Jahr in das Dorfentwicklungsprogramm aufgenommen worden. Innerhalb der Gemeinde hat sich daraufhin eine IKEK-Steuerungsgruppe herausgebildet. Dabei sind Ortsvorsteher, Mitglieder des Ortsbeirats, der einzelnen Fraktionen, der Gemeindeverwaltung und des -vorstands sowie Bürgermeister Friedhelm Junghans. Als begleitendes Fachbüro ist die ARGE Dorfentwicklung aus Detmold bestimmt worden.

„Mitte März sollte eigentlich das offizielle Verfahren mit einer Auftaktveranstaltung in der Mehrzweckhalle in Abterode starten. Leider war das aufgrund der aktuellen Situation nicht möglich“, sagt Friedhelm Junghans.

Wie können sich die Bürger jetzt ganz konkret beteiligen?

Über sämtliche Schritte, Projektpartner und Vorhaben wird zunächst über die Homepage informiert. „Ein Dorfentwicklungsverfahren lebt von der aktiven Mitarbeit der Bürger. „Da der persönliche Kontakt zur Zeit schwierig ist, wollen wir das auf dem Online-Weg versuchen“, sagt der Bürgermeister. Konkret aufgerufen sind die Bürger, sich an der verlinkten Umfrage zu beteiligen. „Die zu beantwortenden 24 Fragen dienen dazu, einen Ansatz über die zu lösenden Problemstellungen in unserer Gemeinde zu bekommen“.

Wie geht es in den kommenden Wochen weiter?

Für die kommenden Wochen sind in Meißner weitere Beteiligungsformate geplant: So sollen Orte erkundet sowie Probleme und Potenziale herausgearbeitet werden. „Des Weiteren wollen wir gemeinsam mit den Bürgern aus den geschilderten Problemen Lösungsansätze kreieren und letztlich Projekte auf die Beine stellen“, erklärt Friedhelm Junghans. Wie die geplanten Formate stattfinden, lasse sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. 

Information 2.0: Experten-Youtube-Videos (auf der Homepage verlinkt) ersetzen die Auftaktveranstaltung.

„Im heutigen digitalen Zeitalter gibt es aber viele Möglichkeiten, die Dorfmoderation auch ohne direkten menschlichen Kontakt durchzuführen, sodass wir den Schutz aller gewährleisten können“, sagt der Bürgermeister.

Das hat die Gemeinde Meißner schon umgesetzt

. Als zentralen Baustein erarbeitet die Kommune zu Beginn des Verfahrens ein integriertes kommunales Entwicklungskonzept (IKEK), in dem die für die Kommune wichtigen Themen ortsübergreifend und integriert behandelt werden. Das IKEK bildet die zentrale Fördergrundlage für den sich anschließenden Umsetzungsprozess. 

. Antragstellungen, um Fördergeld für konkrete Projekte (privat oder kommunal) zu erhalten, sind möglich, sobald das IKEK fertiggestellt wurde. Im Fall der Gemeinde Meißner wird das 2021 sein. Besonderheit: Eigentümer von Kulturdenkmälern können bereits jetzt Anträge stellen. 

. Erst wenn der Förderbescheid zugegangen ist, darf mit der Maßnahme begonnen werden. Die Förderung bei privaten Antragstellern wird objektbezogen durchgeführt, das heißt, pro Objekt muss ein eigener Antrag gestellt werden (Objekte können sein: Wohnhäuser, Scheunen, Freiflächen etc.) Die Förderquote beträgt 35 Prozent. Die Zuwendung wird anhand der Nettokosten ermittelt.

. Die Förderquote für kommunale Vorhaben wird jährlich neu festgelegt (nach der finanziellen Leistungsfähigkeit der Kommune). In der Vergangenheit lag sie für die Gemeinde Meißner bei 75 Prozent.

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