Früher Erster Beigeordneter von Meißner

Ehemaliger Vize-Bürgermeister Hans-Dieter Müller wird 80 Jahre

Die Sonne genießen: der Jubilar Hans-Dieter Müller in seinem Garten im Meißner Ortsteil Abterode.
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Die Sonne genießen: der Jubilar Hans-Dieter Müller in seinem Garten im Meißner Ortsteil Abterode.

Für Hans-Dieter Müller wird es ein ruhiger Geburtstag. „So ruhig wie noch nie“, erzählt der ehemalige Erste Beigeordnete der Gemeinde Meißner lachend. Heute feiert er seinen 80. Geburtstag.

Abterode – Vor fünf Jahren hat sich Müller endgültig aus dem politischen Leben zurückgezogen, nachdem er 2016 aus dem Amt des Ersten Beigeordneten ausschied. Langweilig ist dem Jubilar aber nicht geworden.

Denn er und Ehefrau Rita haben nun mehr Zeit für sich, für Freunde, für den Sohn Timotheus und die Enkelkinder Pepe und Filone. Und auch für den Enkelhund, mit dem sie gerne Gassi gehen, wie er augenzwinkernd erzählt. Vor der Coronapandemie waren die Müllers außerdem aktive Tänzer bei den Copper-Creek-Line-Dancern im FSTV Abterode. Das sei etwas, das sie beide sehr vermissen, wie der pensionierte Polizeihauptkommissar erzählt.

Blickt er auf sein bisheriges Leben zurück, dann empfindet der gelernte Maurer, der später zur Polizei ging, es als Glücksfall, dass er sich bei der Polizei in Eschwege beruflich hocharbeiten konnte.

Denn so konnte er auch in seinem Heimatort bleiben. „Ich bin ein Abteröder Junge“, erzählt Müller. Geboren und aufgewachsen in dem Ort, der später Teil der Gemeinde Meißner wurde.

Vor dem Ruhestand war er Ermittlungsbeamter und zuständiger Ausländer- und Umweltschutzsachbearbeiter. Doch seine Leidenschaft galt der Kommunalpolitik. 1973 wurde er das erste Mal in die Gemeindevertretung von Meißner gewählt. Schon fünf Jahre später übernahm er den Vorsitz des Parlaments zum ersten Mal. Nach einer zweijährigen Pause wurde er 1983 wieder zum Parlamentsvorsteher gewählt und blieb bis zum Jahr 2000 insgesamt 17 Jahre lang der höchste Repräsentant der Gemeinde Meißner. In dieser Zeit war er auch 20 Jahre lang stellvertretender Vorsitzender der Parlamentsvorsteher im Hessischen Städte- und Gemeindebund. Im Jahr 2000 wechselte er in den Gemeindevorstand und wurde zum Stellvertreter des Bürgermeisters. Erst unterstützte er Adolf Fritz, bis Ende Mai 2016 dann Friedhelm Junghans.

Vor seinem Ausscheiden aus der Kommunalpolitik engagierte er sich außerdem mehr als fünf Monate für das Regierungspräsidium Kassel in der Erstaufnahmeeinrichtung für Geflüchtete in Sontra. Der 80-Jährige ist seit 1963 Mitglied der SPD (1978 bis 2000 Vorsitzender des Ortsverbands Meißner), aktiver Sänger im Männergesangverein Abterode, Mitglied im FTSV, der Freiwilligen Feuerwehr Abterode und im Heimatverein Weidenhausen.

Bereits 1986 wurde ihm der Ehrenbrief des Landes Hessen verliehen. Müller wurde außerdem 2012 die Freiherr-vom-Stein-Medaille für sein langjähriges Engagement in kommunalen Gremien sowie 2016 die Gottfried-Frei-Medaille vom Hessischen Städte- und Gemeindebund verliehen. (Hanna Maiterth)

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