Ehepaar aus Südhessen hat Tier aufgepäppelt

Ein Heim für "Bambi": Zieht zahmes Rehkitz in den Bergwildpark Meißner?

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Rehkitz "Bambi" schaut vor dem Reihenhaus von Anja Pahlen und Peter Göbel (hinten) in die Kamera des Fotografen. Das stubenreine Tier wächst zusammen mit zwei Hunden bei dem Paar auf.

Groß-Zimmern/Eschwege. Das bei einem Paar lebende Rehkitz "Bambi" könnte aus Südhessen bald zu Artgenossen in den Bergwildpark Meißner bei Germerode  umziehen.

Nach dem Medienrummel um das Tier hätten sich der Bergwildpark Meißner und auch eine Frau aus Bayern gemeldet, die es gerne aufnehmen würden, sagte Anja Pahlen. Die Altenpflegerin aus Groß-Zimmern und ihr Lebensgefährte Peter Göbel hatten das fast verhungerte Tier bei einem Spaziergang gefunden und aufgepäppelt. Seitdem lebt "Bambi" bei dem Paar und seinen Hunden. 

„Wir können uns vorstellen, es zu uns in den Bergwildpark zu holen“, sagt Harald Zindel vom Förderverein. Mit der Gemeinde Meißner als Eigentümerin der Anlage habe man bereits Kontakt aufgenommen, ebenso mit dem Tierschutzbund: „Bambi könnte mit seiner Geschlechtsreife aggressiv werden, das müssen wir natürlich bedenken“, sagt Zindel.

Rehkitz "Bambi" auf einem Bett im Haus von Anja Pahlen und Peter Göbel.

Vor einem solchen Verhalten hatten zuvor auch schon Tierschützer und Biologen gewarnt. Mit Pahlen und Göbel soll nun ein Termin vereinbart werden, an dem sie sich das potenzielle neue Zuhause für Bambi einmal ansehen wollen. „Erst dann wird entschieden, ob das Rehkitz wirklich zu uns kommt“, betont das Fördervereinsmitglied. Denn noch sei auch unklar, wie Bambi auf Artgenossen reagiere – bisher folge er Pahlen und den Hunden auf Schritt und Tritt.Seitdem mehrere Medien über die Geschichte berichtet hatten, bekomme sie viel Unterstützung, so Pahlen: "Da freue ich mich sehr drüber." Es habe sich eine Frau aus Bayern gemeldet, die ebenfalls ein Reh per Hand aufgezogen habe und "Bambi" zu dessen Gesellschaft gerne aufnehmen würde. (dpa/cow)

 

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