Standorte profitieren von Landesprogramm

Eine halbe Million Euro für die Schulen in Abterode und Hessisch Lichtenau

+
Vor der Frau-Holle-Grundschule Abterode: (von links) Landtagsabgeordnete Karina Fissmann, Fachbereichsleiter Peter Brengel, Landrat Stefan Reuß, Justizministerin Eva Kühne-Hörmann, Schulleiterin Irmgard Freiheit sowie Landtagsabgeordnete Lena Arnoldt.

Mit über einer halben Million Euro Fördergeld werden Investitionen an gleich zwei Schulen im Werra-Meißner-Kreis unterstützt. Die Summe stammt aus dem zweiten Kommunalinvestitionsprogramm („Kip 2“) des Landes Hessen.

Justizministerin Eva Kühne-Hörmann übergab beide Bescheide am Mittwochmorgen in den Räumlichkeiten der Frau-Holle-Grundschule im Meißner-Ortsteil Abterode.

Frau-Holle-Schule

75.500 Euro aus dem Programm gehen nach Abterode: Investiert worden ist das Geld in die Generalsanierung der Sanitäranlagen. Die Arbeiten – eingebaut worden sind unter anderem wasserlose Toiletten, Trennwände und eine neue Heizungsanlage – seien bereits im Sommer des vergangenen Jahres vollständig abgeschlossen worden, erklärte Peter Brengel, Leiter des Fachbereichs Bauen, Umwelt und Gebäudemanagement des Kreises. „Ganz bewusst“, sagt Landrat Stefan Reuß, der die Förderbescheide entgegennahm, sei Abterode mit der vergleichsweise kleinen Grundschule als Förderschwerpunkt ausgewählt worden. Ihren „Dank im Namen der gesamten Schulgemeinde“ sprach Schulleiterin Irmgard Freiheit aus – „während der Sanierungsarbeiten wurden wir als Nutzer in alle Entscheidungen eingebunden.“

Freiherr-vom-Stein-Schule

Sogar 443.744 Euro kommen der Freiherr-vom-Stein-Schule in Hessisch Lichtenau zugute. Die Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe sei ein Musterbeispiel in Sachen Digitalisierung, lobte Justizministerin Eva Kühne-Hörmann im Beisein der Landtagsabgeordneten Lena Arnoldt (CDU) und Karina Fissmann (SPD). „Kaum eine andere Schule des Landes ist derart gut mit Bildschirmen, Tablets und Co. ausgestattet.“ Diese Investition sei ein starkes Signal – schließlich würden so Digitalisierung und ländlicher Raum zusammengebracht.

Die Investitionen

Ein Dank gebühre Landrat Stefan Reuß für seine Entscheidung, weiterhin kräftig in die Bildung der Kinder und Jugendlichen im Werra-Meißner-Kreis zu investieren, erklärte Eva Kühne-Hörmann. „Schulen, insbesondere auch Grundschulen, sind ein wichtiger Standortfaktor.“

Die Infrastruktur müsse stimmen, um Menschen nicht nur vor Ort zu halten, sondern auch den Zuzug zu fördern. Das Fördergeld aus dem Kip-Programm werde eingesetzt, um Schulen des Kreises zu erhalten, weiterzuentwickeln und zukunftssicher zu machen. Die Bedeutung dessen, so die CDU-Landtagsabgeordnete Lena Arnoldt, sei mit Geld nicht zu bezahlen.

Investitionsprogramm macht Schule

Unter dem Motto „Kip macht Schule!“ hat Hessen sein zweites Kommunalinvestitionsprogramm gestartet. Davon profitieren sollen ausdrücklich die kommunalen Schulträger. Denn mit dem Kip 2 „ergänzt die Hessische Landesregierung das Investitionsprogramm des Bundes, das sich ausschließlich an finanzschwache Kommunen als kommunale Schulträger richtet“, teilt Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer mit. Über eine halbe Milliarde Euro können die kommunalen Schulträger durch das Programm in Hessens Schulen investieren. Der Start Kip 2s sei durch die positiven Erfahrungen mit dem Vorgängerprogramm begründet – dieses Angebot sei „praktisch ausverkauft“.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare