Aufbruch ins Neuland

Elisa Schneider ist die neue Pfarrerin für Germerode, Alberode und Rodebach

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Vor der Klosterkirche in Germerode: Elisa Schneider. Die neue Pfarrerin für Germerode, Alberode und Rodebach wird am Sonntag offiziell in einem festlichen Gottesdienst vorgestellt.

Elisa Schneider ist die neue Pfarrerin für Germerode, Alberode und Rodebach. Wir stellen die engagierte 32-Jährige vor. 

Ihre Koffer hat Elisa Schneider noch nicht vollständig ausgepackt. Erst am vergangenen Freitag hat die 32-Jährige das Pfarrhaus in Germerode bezogen und lebt sich nun ein in die ihr noch völlig fremde Umgebung, entdeckt die Besonderheiten der Orte Germerode, Alberode und Rodebach – und lässt sich ein auf die Menschen, die sie hier fortan als Pfarrerin in Freude und Leid, in Glück und in Trauer begleiten wird.

Hingefiebert habe sie auf die neue Aufgabe, erzählt die gebürtige Stuttgarterin mit dem symphatisch-offenen Lächeln. Ausdrücklich gewünscht habe sie sich eine Einsatzstelle im ländlichen Raum – „und einen schöneren Ort hätte ich mir für meine erste Stelle nach dem Vikariat in Hanau und der Ordination nicht vorstellen können.“

Lust auf Veränderung 

Wie ein roter Faden ziehen sich Lust auf Veränderung und Entdeckergeist durch das Leben Elisa Schneiders. Vor ihrer Ankunft in Germerode etwa hat sie einen einjährigen Auslandsaufenthalt in der süditalienischen Millionenmetropole Neapel absolviert – eingetaucht ist sie hier in eine andere (Glaubens-)Welt.

„Die kirchlichen Strukturen sind dort völlig andere als in Deutschland“, sagt Elisa Schneider. „Und erfahren habe ich in Italien eine unglaubliche Herzlichkeit der Menschen.“ In Neapel und auf den nahen Inseln Capri und Ischia hat sie Projekte in den dort kleinen Kirchengemeinden umgesetzt – die der „offenen Kirchen“ mit und für Touristen zum Beispiel. Frische Ideen, Produktivität, ein funktionierendes Miteinander in der Arbeit und das gemeinsame Meistern der Herausforderungen der Zukunft – das alles wünscht sich Elisa Schneider auch für Germerode, Alberode und Rodebach.

„Die Klosterkirche ist ein toller Ort, um Dinge auszuprobieren“, sagt die neue Pfarrerin freudig. Von Hause aus ist die studierte Musikerin (Gesang) kulturaffin – die Verbindung von Kirche, Kunst und Musik ist eines ihrer Steckenpferde. „Als Theologin liegt mir die Ökumene sehr am Herzen“, erklärt die im katholisch geprägten Fulda Aufgewachsene.

Herzensthemen Glaube und Musik 

Und dort, in der osthessischen Stadt, wuchs nicht nur ihre Liebe zur Musik als Sängerin im Jugendkathedralchor – auch die ersten Berührungspunkte mit Glaubensfragen und der Theologie sind hier zu finden. Konsequenterweise entschied sich Elisa Schneider, ihre beiden Herzensthemen Musik und Glauben im Studium zu vereinen – nach Stationen in Berlin, Wien und in Marburg nun fühlt sie sich in Germerode angekommen.

„Herzlich empfangen“ worden ist die 32-Jährige, die nach kurzer Vakanzzeit auf das Pfarrerehepaar Schulze folgt, von den Kirchenvorständen in ihrem Wirkungsgebiet. Bis auf einige unausgepackte Koffer also ist alles bereit für den erneuten Aufbruch ins Neuland – in eine spannende, gemeinsame Zukunft.

Gottesdienst

Elisa Schneider wird in einem festlichen Gottesdienst am Sonntag, 10. November, offiziell als neue Pfarrerin des Kirchspiels Germerode-Alberode-Rodebach vorgestellt. Los geht es um 14 Uhr in der Klosterkirche Germerode. Dekan Dr. Martin Arnold wird den Gottesdienst leiten. Im Anschluss findet ein kleiner Empfang mit Grußworten in der Säulenhalle der Klosterkirche statt. 

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