Elterninitiativen setzen sich für mehr Waldkindergärten im Kreis ein

Kinder in den Wald – das ist der Wunsch von vier Elterninitiativen aus Eschwege, Oberrieden, Hessisch Lichtenau und Witzenhausen, die sich für Waldkindergärten im Kreis einsetzen wollen.

Als erste Veranstaltung findet am „Internationalen Tag des Waldkindergartens“ am Freitag, 3. Mai, ein Info- und Aktionstag statt. Von 15 bis 19 Uhr können sich Eltern und Kinder am Jugenddorf Hoher Meißner über die Arbeit der Waldkindergärten informieren. Auch viele Spiele, das Waldtierschminken, eine Seilbrücke und der Bau von Samenbomben sind geplant. Gegen Hunger und Durst gibt es Wildbratwurst, Getränke und mehr.

Netzwerk für Gründungen schaffen

Neben der Information der Öffentlichkeit über die Vorteile von waldpädagogischen Kita-Konzepten wollen sich die Eltern im neugegründeten „Netzwerk der Initiativen für Wald- und Naturkindergärten im Werra-Meißner-Kreis“ gegenseitig bei Antragstellungen und der Umsetzung der Konzepte unterstützen. Bundesweit gibt es laut dem „Bundesverband der Wald- und Naturkindergärten in Deutschland“ derzeit 1500 solcher Einrichtungen. Zudem integrieren viele „normale“ Kitas Waldpädagogik in ihre Arbeit.

Eltern in Eschwege, Oberrieden und Hessisch Lichtenau möchten Wald- und Naturkindergärten gründen und haben entsprechende Initiativen gestartet. In Witzenhausen gibt es mit den „Waldwichteln“ bereits seit 20 Jahren einen sehr nachgefragten Waldkindergarten, den die Eltern gern um eine zweite Gruppe erweitern möchten.

Körperliche Aktivität fördert Entwicklung

Die städtische Einrichtung arbeitet eng mit dem Kneipp-Verein Witzenhausen zusammen, der sich für mehr gesundheitsförderndes Verhalten in Familien einsetzt. „Die Verbesserung der körperlichen Aktivität und ein ausreichender Schlaf sind insbesondere bei kleinen Kindern die wesentlichen Voraussetzungen für eine Verbesserung der körperlichen und geistigen Gesundheit und können dazu beitragen, Fettleibigkeit und damit zusammenhängende Krankheiten im späteren Leben zu verhindern“, sagt Dr. Mathias Bonk.

Waldkitas entsprechen WHO-Kritereien

Damit reagiert der Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin und Vorsitzende des Kneippvereins Witzenhausen auf eine neue Studie der Weltgesundheitsorganisation, die Bewegungsmangel bei Kindern kritisiert. „Das Konzept des Waldkindergartens entspricht bereits seit seiner Gründung vor mehr als 20 Jahren in weiten Teilen den von der WHO jetzt veröffentlichten Empfehlungen.“

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