Wahlen bei der Jahreshauptversammlung

Führungswechsel bei den Feuerwehren der Gemeinde Meißner: Michael Brill folgt auf Manfred Felmeden

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Der neue Gemeindebrandinspektor der Feuerwehren der Gemeinde Meißner: (von links) Michael Brill bekommt von Kreisbrandinspektor Christian Sasse das hessische Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold.

Die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Meißner stand im Zeichen des Endes einer Ära. Die Gemeindebrandinspektoren Manfred Felmeden und Norbert Junghans haben ihre Ämter zur Verfügung gestellt.

Michael Brill, Marcel Götting und Thomas Schill wurden zu ihren Nachfolgern gewählt. Die Versammlung in Zahlen:

1 Woche 

dauerten die Löscharbeiten beim Brand der Queckmühle in Germerode am 3. August. „Das war mit der größte Brandeinsatz in zwanzig Jahren“, sagt Manfred Felmeden. Alle Meißner-Wehren sind im Einsatz gewesen. Zusätzlich zum THW, dem DRK, der DLK, auch noch Eschwege und Wehretal. Insgesamt entstand ein Schaden von 500 000 Euro. Die größte Herausforderung dabei wären die brennenden Heu- und Strohballen gewesen, diese mussten auf einer Wiese abgelöscht werden. Auch der Gondelabsturz am 3. September auf dem Meißner ist ein Einsatz gewesen, der der Feuerwehr im Gedächtnis bleiben wird.

7 Mannschaften 

waren bei der Feuerwehrleistungsübungen beim Bezirksentscheid in Baunatal vor der Feuerwehr Meißner. Der achte Platz bescherte trotzdem die Fahrkarte zum Landesentscheid in Hünfeld. Dort belegte die Mannschaft der Wehr Meißner den 21. Platz.

81 stimmberechtigte Wähler 

wählten bei der Jahreshauptversammlung den neuen Gemeindebrandinspektor und seine zwei Stellvertreter. Michael Brill ist der neue Gemeindebrandinspektor, Marcel Göttfert sein erster und Thomas Schill sein zweiter Stellvertreter. Michael Brill ist seit 25 Jahren aktiv im Dienst. „Neue Aufgaben kommen auf uns zu, wir werden versuchen, die Meißner Feuerwehr weiterhin so gut aufzustellen wie bisher“, sagt Brill.

Verabschiedung: Norbert Junghans (links) und Manfred Felmeden hatten vor der Jahreshauptversammlung ihre Ämter zur Verfügung gestellt.

95 Einsätze 

hatte die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Meißner 2019. Darunter befanden sich Unfälle, Brände, Hilfeleistungen, der Brandsicherheitsdienst, die Brandschutzerziehung und ein Gefahrenguteinsatz. 19 Einsätze davon waren Fehlalarme.

220 Jahreshauptversammlungen 

haben Manfred Felmeden und Norbert Junghans in den vergangenen zwanzig Jahren besucht, die ihre Führung als Gemeindebrandinspektoren nun abgaben. Unzählige Übungs-, Schulungs- und Einsatzstunden. „All dies haben wir gerne getan. Es war eine Aufgabe, die uns große Freude bereitet hat“, sagt Felmeden. Es sei immer eine gute, faire und kameradschaftliche Zusammenarbeit gewesen. „Der heutige Abend steht unter der Beendigung einer Ära“, sagt Bürgermeister Friedhelm Junghans. Die Zusammenarbeit wäre immer sehr gut und sachorientiert gewesen. Manfred Felmeden und Norbert Junghans hätten immer zum Wohl der Feuerwehr gehandelt. „Ihr habt nichts verkehrt gemacht unter schwieriger werdenden Rahmenbedingungen“, lobt der Bürgermeister.

7886 Stunden 

wurden bei Schulungen, Übungen und Einsätzen im vergangenen Jahr von der Freiwilligen Feuerwehr Meißner geleistet. 2783 Stunden davon gehen auf das Konto der Jugend- und Kinderfeuerwehr Meißner. Insgesamt 49 Lehrgänge, Seminare und Fortbildungen wurden abgeschlossen. Die Wehren der sieben Ortsteile der Gemeinde Meißner bestehen insgesamt aus 153 Mitgliedern, davon sind 23 Frauen. Die Jugend- und Kinderfeuerwehr besteht aus 44 jungen Menschen, davon sind 19 Mädchen. 

Von Josephine Ruhlandt

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