Konzern plant weitere Stationen im Kreis

Gemeinde einig mit Vodafone: Meißner baut LTE-Versorgung aus

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Der Mobilfunkprovider Vodafone hat angekündigt, seine LTE-Stationen im Kreis auszubauen. Damit sollen Funklöcher verschwinden und die Kapazität für den bisherigen Mobilfunkstandard erhöht werden.

Vodafone plant, eine LTE-Station in der Gemeinde Meißner in Betrieb zu nehmen.

Insgesamt, so die Maßgabe des Kommunikationskonzerns, sollen künftig 5000 Einwohner und Gäste im Werra-Meißner-Kreis mit der mobilen Breitbandtechnologie LTE versorgt werden.

Nächste Mobilfunk-Ausbaustufe

„Mit der Inbetriebnahme der neuen LTE-Station in Meißner startet Vodafone seine nächste Mobilfunk-Ausbaustufe: Für 2020 sind im Werra-Meißner-Kreis vier weitere LTE-Bauvorhaben geplant“, heißt es vonseiten des Unternehmens. Dabei werde Vodafone komplett neue Mobilfunk-Stationen bauen und erstmals LTE-Technik an bestehenden Mobilfunk-Standorten installieren. „In einem nächsten Schritt werden nun die genauen Standorte – Gemeinden und Adressen – vor Ort ermittelt und dann die konkreten Bauvorhaben realisiert.“

Vertrag geschlossen

„Der Vertrag mit Vodafone ist geschlossen“, bestätigt Meißners Bürgermeister Friedhelm Junghans auf Anfrage. Die Formalitäten seien Anfang Mai geklärt worden. Der neue Mast werde im Ortsteil Abterode nahe dem Sportplatz errichtet. Mit einer abschließenden Inbetriebnahme sei allerdings nicht vor dem kommenden Jahr zu rechnen.

Lücken schließen

„Auch in unserer Gemeinde gibt es noch Lücken in der Mobilfunkversorgung“, sagt Friedhelm Junghans. Das Interesse, diese zügig zu schließen, sei sehr groß. Und so sei aktuell auch ein zweites Projekt im Werden: Angedacht ist, einen Mast hoch auf dem Ofen der Firma Köhler Kalk im Ortsteil Vockerode zu installieren. Umgesetzt werden solle dieses Vorhaben mit dem Anbieter Telefónica, so der Bürgermeister. Kritik am Vodafone-Konzern und der aktuellen Netzabdeckung in der Gemeinde Meißner wurde in der Vergangenheit laut: Gegenüber unserer Zeitung beklagt ein Leser etwa einen Netzausfall von drei Monaten. Eine vor vier Wochen gestellte Presseanfrage nach den Gründen ließ Vodafone bis heute unbeantwortet.

Ziel: Flächendeckende Versorgung sicherstellen

Im Werra-Meißner-Kreis gibt es noch einiges zu tun: Weiße Flecken gibt es insbesondere beim Mobilfunkempfang innerhalb von Gebäuden und bei der LTE-Versorgung. „Die geplanten Baumaßnahmen dienen dazu, LTE-Funklöcher zu schließen sowie mehr Kapazität und höhere Surf-Geschwindigkeiten in das Vodafone-Netz zu bringen“, erklärt ein Sprecher des Vodafone-Konzerns. Das Ziel sei es nun, auch beim mobilen Datennetz LTE eine möglichst flächendeckende Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Um den Landkreis in die digitale Zukunft zu führen, habe Vodafone ganz aktuell an nahezu allen LTE-Stationen die Technologie LTE 800 aktiviert.

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