Die Gemeinde Meißner startet mit drei Projekten ins neue Jahr

Meißner. Für Einwohner und Besucher der Gemeinde Meißner hält 2019 viele Neuerungen bereit. Wir stellen die drei wichtigsten Projekte vor.

Das Vorzeigeprojekt der Gemeinde für 2019 sind vier barrierefreie Wohnungen, die derzeit im ehemaligen Lehrerwohnhaus im Zentrum von Germerode entstehen. Grundstückseigentümerin ist die Gemeinde Meißner, initiiert hat das Projekt der Verein Dorfzentrum Germerode. Die Umbauarbeiten laufen derzeit auf Hochtouren und sollen in der zweiten Jahreshälfte abgeschlossen werden. „Es ist ein wegweisendes Projekt, denn in vielen Dörfern gibt es barrierefreies Wohnen noch nicht“, sagt Friedhelm Junghans, Bürgermeister der Gemeinde Meißner. Derzeit werden bereits Gespräche geführt, ob in einem zweiten Bauabschnitt noch weitere Wohnungen entstehen könnten.

2018 war ein gutes Jahr für den Bergwildpark Meißner bei Germerode: 60 000 Besucher strömten durch die Tore, um sich die heimischen Wildtiere anzusehen. „So viele Besucher hatten wir noch nie“, sagt Bürgermeister Junghans. 2019 will die Einrichtung noch eins draufsetzen: Im Frühjahr wird ein begehbarer Hühnerhof gestaltet. Dafür wird das Gelände der seit 2013 geschlossenen Falknerei genutzt. Im Sommer sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, sodass die Besucher dem gackernden Federvieh in der Hochsaison näher kommen können.

Den kleinsten Besuchern bietet der Wildpark dieses Jahr eine weitere Attraktion: Ebenfalls im Frühjahr soll auf dem Abenteuerspielplatz ein Kletter- und Spielfelsen eingeweiht werden. Dafür hat die Gemeinde, die Betreiberin des Wildparks ist, im vergangenen Jahr bei einem Crowdfunding-Projekt gemeinsam mit der VR-Bank Werra-Meißner 18 000 Euro gesammelt.

Der Ortsteil Abterode ist untrennbar mit der jüdischen Geschichte verwoben. Bis 1941 bestand hier eine große jüdische Gemeinde, die in Spitzenzeiten 250 Mitglieder zählte. Damit das einstige jüdische Leben in der Region nicht in Vergessenheit gerät, richtet der Verein Aufwind dieses Jahr in der ehemaligen Synagoge einen Lern- und Gedenkort ein. Dafür werden die erhaltenen Wandmalereien im Obergeschoss des Gebäudes restauriert. Daneben entsteht in Kooperation mit dem Arbeitskreis Spuren jüdischen Lebens in der Region Werra-Meißner eine interaktive Ausstellung mit modernen Medien. Ziel ist es, dort die jüdische Geschichte des gesamten Werra-Meißner Kreises darzustellen. Bis zur Eröffnung am 2. November gibt es noch einiges zu tun, aktuell werden Interviews mit Zeitzeugen geführt.

Rubriklistenbild: © Constanze Wüstefeld

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