Bislang 4500 Kilo Samen

Mohn wird abgeerntet: In Germerode sind Teile der Pflanzen schon gedroschen

+
Mit riesigem Gerät: Der Germeröder Landwirt Björn Sippel hat einen Teil der Felder, auf denen der Mohn blüht, jetzt gedroschen. Gut 4500 Kilogramm Samen sind zusammengekommen.

Germerode. Schon seit mehr als einem Monat ist der Mohn auf den Feldern rund um Germerode und Grandenborn verblüht, jetzt sind die ersten Felder um den Meißner Ortsteil abgeerntet worden.

Einen ganzen Tag war der Landwirt Björn Sippel am Montag mit einem Mähdrescher unterwegs, um die Kapseln mit dem wertvollen Samen einzufahren.

„Die Pflanzen sind in diesem Jahr etwas kleiner als im vergangenen Jahr“, sagt Sippel und stellt seinen Mähdrescher so ein, dass die dennoch in seiner Maschine landen und nicht einfach hindurchflutschen und wieder auf dem Feld landen. Zusammen hänge das mit der Trockenheit im Frühjahr, „zum Wachsen sowohl der Pflanzen an sich als auch der Kapseln fehlte definitiv das Wasser“. Auf die Qualität der Mohnsamen habe das aber keinen Einfluss.

Große Menge: Im Mähdrescher wird die Pflanze zerkleinert, übrig bleibt der Mohnsamen.

Gedroschen hat der Gastronom davon am Montag etwa 4500 Kilogramm, abgeerntet von 9,5 Hektar Fläche. Auf weiteren Feldern mit einer Fläche von gut 13,5 Hektar stehen die Mohnpflanzen noch, „wenn es weiterhin trocken bleibt, werde ich den wohl Ende nächster Woche dreschen“, sagt Sippel. Dass zeitversetzt geerntet wird, hängt damit zusammen, dass auch das Einsäen nicht zum gleichen Zeitpunkt stattgefunden hat.

Mohn muss schnell weiterverarbeitet werden

Den gedroschenen Mohn hat Sippel noch am gleichen Abend zur Reinigung gebracht: In gut drei Stunden wurde der Mohn so vom Abfall getrennt und gereinigt. „Gegen halb eins nachts war ich wieder zuhause“, erzählt Sippel von seinem langen Arbeitstag.

An Ausschlafen war am nächsten Morgen aber nicht zu denken: Zur Weiterverarbeitung dürfe der Mohn nur noch einen Feuchtigkeitsanteil von acht Prozent enthalten, weshalb der Mohn nach der Reinigung noch getrocknet werden muss. Erst dann geht es an die Weiterverarbeitung: Öl und Nudeln werden ebenso hergestellt wie Kuchen und Torten.

Dreschen in Grandenborn

Neben Germerode war die Mohnblüte des Geo-Naturparks Frau-Holle-Land in diesem Jahr zum ersten Mal auch im Ringgauer Ortsteil Grandenborn zu erleben. Dort stehen die Pflanzen noch auf den Feldern, gedroschen werden sollen diese am gleichen Tag wie die restlichen Kapseln rund um Germerode. „So kann alles gemeinsam gereinigt werden“, sagt Sippel.

Der Klatschmohn ist übrigens die Pflanze des Jahres 2017.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare