Erinnerung an die Verstorbenen

Motorradfahrer-Gottesdienst auf dem Meißner am Samstag 

Beeindruckend: Im Konvoi schlängeln sich die Biker zum Gottesdienst auf dem Hohen Meißner. Foto:  Weber/Archiv

Hoher Meißner. In der Spitze waren es einmal 1000, mit der immer noch aussagekräftigen Hälfte von 500 Teilnehmern wird am Samstag, 14. Oktober, gerechnet: Zum bereits 24. Mal findet an diesem Tag der Motorradfahrer-Gottesdienst auf dem Hohen Meißner statt.

Der Treffpunkt

In den Mittagsstunden kommen alle Motorradfahrer zusammen, die am Gottesdienst teilnehmen wollen. Treffpunkt ist um 13 Uhr auf dem Werdchen in Eschwege, von dort aus beginnt dann gegen 14 Uhr die Fahrt auf den Hohen Meißner im Konvoi, der am Großparkplatz an der Langlaufloipe auf dem Meißnerplateau endet.

Der Gottesdienst

Der beginnt um 15 Uhr. Gedacht werden soll dabei all den verunglückten Motorradfahrern – was laut Gernot Hübner, Pfarrer in Niederdünzebach, auch der Grund für die rege Teilnahme ist, wie er einst sagte: „Viele der Fahrer sind beim Gottesdienst vorn dabei. Ein paar beobachten die Sache lieber aus der Ferne, weil sie nicht die enge Bindung zur Kirche verspüren“, sagt er. „Aber insgesamt nehmen sie das gemeinsame Erlebnis des Gedenkens der Toten und Verletzten doch sehr ernst.“ Daneben soll auch die Dankbarkeit für die eigene Gesundheit eine Rolle spielen.

Hübner, der bei den Feierlichkeiten Gitarre spielen wird, gestaltet den Gottesdienst zusammen mit seinen Kollegen Ralph Beyer aus Oetmannshausen und Jochen Sennhenn aus Schemmern, die beide selbst Motorrad fahren.

Die Ausfahrt

Im Anschluss an den Gottesdienst ist eine Ausfahrt geplant, die offiziell letzte für dieses Jahr. „Die führt natürlich auf dem Meißner entlang“, sagt Sennhenn. Das Wetter werde dabei entscheiden, ob die Route eher länger oder kürzer werde. „Aber die Vorhersagen sehen ja ganz gut aus“, freut er sich, der sich bei der Planung auch auf den Abteröder Motorradfahrer Ingo Hupfeld verlassen konnte. „Wir wollen über Hausen, Waldkappel, Germerode, Mönchhof und durch das Höllental zurück nach Abterode.“ Dort soll der Tag an der Freizeitanlage bei Bratwurst, Bier und „Benzingesprächen“ ausklingen.

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