Berwildpark Meißner

Rotwild bricht aus Wildpark aus: Von Besucherliebling Hansi fehlt weiter jede Spur

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Entwischt durch ein Loch im Zaun: 15 Stück Rotwild, unter ihnen drei Spießer und ein Vierzehnender. 13 Tiere sind mittlerweile wieder in den Bergwildpark Meißner zurückgekehrt – verschwunden aber bleiben der Hirsch ein ein weibliches Stück Rotwild.

Nach Sturm Sabine sind 15 Tiere aus dem Bergwildpark Meißner ausgebrochen. 13 der Tiere sind zurück, doch von Besucherliebling Hirsch Hansi fehlt weiter jede Spur.

Update vom Montag, 17.02.2020, 14.01 Uhr: Hirsch "Hansi", Vierzehnender und Aushängeschild des Bergwildparks Meißner, und seine weibliche Begleitung sind verschwunden. 

Das bestätigte Meißners Bürgermeister Friedhelm Junghans auf Nachfrage unserer Zeitung.

Rotwild aus Wildpark ausgebüxt: Von Hirsch Hansi und seiner weiblichen Begleitung fehlt weiter jede Spur

Ein umgestürzter Baum während Orkantief Sabine hatte in der Nacht zu Montag, 10.02.2020, im Bergwildpark Meißner in Germerode den Zaun eines Außengeheges beschädigt - 15 Stück Rotwild waren ausgebüxt. 13 der Tiere sind mittlerweile zurück im Gehege im Bergwildpark - doch ausgerechnet von Besucherliebling, Hirsch Hansi, und einem weiblichen Stück Rotwild fehlt weiter jede Spur.

Erstmeldung vom Dienstag, 11.02.2020, 11.02 Uhr: Begleitet von heftigen Winden und Niederschlägen ist Orkantief Sabine zu Wochenbeginn über den Kreis gefegt – mit den Auswirkungen hat der Bergwildpark Meißner in Germerode nun ausgerechnet in seinem Jubiläumsjahr zu kämpfen.

„Eine Buche hat den heftigen Böen nicht standgehalten“, teilt Meißners Bürgermeister Friedhelm Junghans mit. Der mächtige Baum sei in der Nacht zu Montag auf einen Zaun des Bergwildpark-Außengeländes gekippt und habe diesen in der Folge schwer beschädigt. „15 Stück Rotwild sind durch diese Stelle entwichen“, sagt Friedhelm Junghans.

Hirsch unter den vermissten Tieren 

Besonders dramatisch: Auch ein Vierzehnender – ein Hirsch, dessen markantes Geweih vierzehn Enden aufweist – ist unter den schmerzlich vermissten Tieren.

„Sofort nach dem Unglück wurden die Mitglieder des Fördervereins Bergwildpark aktiv“, sagt der Vorsitzende Harald Zindel. Zwei der Tiere hätten schon kurz darauf mit Futter zurück in die geschützte Umgebung des Bergwildparks gelockt werden können – ein erster Erfolg.

Erhöhte Vorsicht geboten 

„In der Nacht zu Dienstag sind dann noch einmal elf Tiere zu ihren Artgenossen zurückgekehrt“, sagt Harald Zindel glücklich. Wermutstropfen: Der Hirsch, absoluter Besucherliebling, bleibt vermisst; weiterhin ein weibliches Stück Rotwild. Acht Mitglieder des Fördervereins Bergwildpark sind seit dem Sturmschaden unermüdlich im Einsatz, auch bei widrigsten Witterungsbedingungen, um die Sicherheit für die Tiere, das Gelände und auch für die Besucher zu gewährleisten. Denn: „Zwischen Rodebach und Germerode ist wegen des möglichen Wildwechsels erhöhte Vorsicht im Straßenverkehr geboten“, mahnt Harald Zindel. Die beiden fehlenden Tiere seien zahm und an Menschen gewöhnt – die Fluchtreflexe also wenig ausgeprägt. Auch die Polizei ist über die besondere Situation rund um den Bergwildpark informiert.

Futter wird ausgelegt 

Vorerst haben die Akteure von Gemeinde und Förderverein die Hoffnung, dass die beiden Tiere selbstständig in den Bergwildpark zurückkehren. Dazu wird Futter ausgelegt und ein Zugang offen gelassen – selbstverständlich so gewählt, dass kein anderes Tier entweichen kann. Der beschädigte Zaun selbst wird derweil repariert – von einem Gesamtschaden in Höhe von 3000 bis 4000 Euro sei auszugehen. Das Wichtigste aber, das sind die Tiere: „Es wäre wirklich tragisch, wenn wir ausgerechnet das 50-jährige Jubiläum unseres Bergwildparks ohne den Vierzehnender feiern müssten“, sagt Harald Zindel.

50 Jahre Bergwildpark Meißner

Als 1970 der Bergwildpark entstand, gründete sich in Germerode gleichzeitig der Förderverein Wild- und Erholungspark. 2020 nun wird das 50-jährige Bestehen gefeiert – und zwar das ganze Jahr hindurch. In jedem einzelnen Monat planen die Akteure spannende Aktionen – Höhepunkt schließlich wird das Festwochenende 27./28. Juni sein. „Das Jubiläumsfest ist als Dank an alle unsere treuen Mitglieder zu verstehen, die den Bergwildpark Meißner zu etwas Besonderem machen“, sagt der Vorsitzende des Fördervereins, Harald Zindel. Die Männer und Frauen kümmern sich um den Ausbau, die Erhaltung und die Renovierung des Bergwildparks

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