Naturschutz vorgelebt: Heimatverein Abterode baut mit Besuchern Nistkästen

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Aktiver Naturschutz für alle Generationen: Noah Becker (Mitte) baut seinen Nistkasten. Unterstützt wird er dabei von seinem Vater, David Becker und Bernd Füllgrabe (rechts), Vorsitzender des Heimatvereins.

Samstag startete eine Aktion, die künftig zur Tradition werden könnte: Besucher aller Generationen bauten in der Werkstatt des Heimatvereins Abterode ihre eigenen Nistkästen.

„Bei allem, was wir machen, ist uns der Vogelschutz sehr wichtig“, blickt Bernd Füllgrabe, Vorsitzender des Heimatvereins, auf die bisherigen Aktivitäten zurück.

Weil der Vogelschutz im Verein seit jeher zentrales Thema ist, war der nächste Schritt nicht mehr weit: „Wir wollen mit dem Projekt auch andere zum Vogelschutz motivieren.“ Als Füllgrabe nach einem Arbeitseinsatz auf der Freizeitanlage am Rehberg eines Nachts die Idee des Nistkästen-Projekts bekam, war die Arbeitstruppe des Vereins direkt mit im Boot. Schließlich habe Zeitdruck bestanden: Durch den fortschreitenden Klimawandel rücke die Brutzeit für Vögel immer weiter nach vorne. Der Verein empfiehlt daher, die eigenen Nistkästen schnellstmöglich aufzuhängen.

Über 45 Nistkästen wurden am Samstag alleine bis 13 Uhr vor Ort zusammengebaut. Zudem übergab der Verein gegen Spenden acht Bausätze und 18 fertige Nistkästen an die Besucher, die neben dem Meißnervorland auch aus Bad Sooden-Allendorf oder Eschwege gekommen waren.

Als Ehrengast begrüßten die 13 Aktiven aus der Arbeitstruppe des Vereins Jörg Friederich, den stellvertretenden Kreisbeauftragten für Vogelschutz. „Naturschutz vorleben“ sei sein persönliches Motto, das sich ideal mit diesem Projekt decke. Besonders freue es ihn, zu sehen, dass alle Generationen – vom Kind bis zu den Großeltern – mitmachten.

In der Werkstatt des Heimatvereins selbst konnten bis zu sechs Besucher die vorgefertigten Teile der Nistkästen zusammennageln; auf dem Hof standen in einem beheizten Zelt über zehn weitere Arbeitsplätze bereit – allesamt waren sie in den ersten Stunden besetzt. „Die Resonanz war so überwältigend, dass wir überlegen, hieraus eine regelmäßige Aktion zu machen“, so Füllgrabe.

Das Vereinsmotto ‚Aktiver Naturschutz‘ werde auch in allen anderen Aktivitäten sichtbar: Beispielsweise werden die Büsche auf der Freizeitanlage am Rehberg nur minimal geschnitten, Laub wird nur an wichtigen Stellen entfernt und unter die Büsche gekehrt, damit diese als Unterschlupf für Vögel dienen können. Gleichzeitig betreut der Heimatverein Streuobstwiesen und hat im vergangenen Jahr Naturlehrtafeln errichtet; 10 000 Quadratmeter Blühfläche werden auch in diesem Jahr wieder gesät.

Für Externe wird der Verein auch in diesem Jahr eine weitere Mitmach-Aktion anbieten: „Die Vorbereitungen zum Bau eines Wasserspielplatzes am Rehberg sind in vollem Gange!“, berichtet Füllgrabe erfreut. Im derzeitigen Stadium werden dringend Unterstützer, die „mit anpacken“ oder finanziell sponsern, gesucht. „Wir würden uns freuen, wenn wie im letzten Jahr bei den neuen Spielgeräten wieder viele mithelfen.“ 

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