Organist Maximilian Göllner verabschiedet sich mit Konzert-Gottesdienst aus Abterode

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Zum Abschied ein Geschenk: Maximilian Göllner (rechts) war neun Jahre Organist in Abterode.

Abterode. Der Organist Max Göllner ist am Sonntag mit einem Konzert-Gottesdienst verabschiedet worden. Acht Jahre war er in Abterode tätig. 

„Fly with me“ aus dem Film „Wie im Himmel“ erfüllt die Kirche in Abterode und berührt die zahlreichen Gottesdienstbesucher, die den besonderen Orgelklängen an diesem Tag mit einem weinenden und einem lachenden Auge lauschen.

In einem Abschieds-Konzert-Gottesdienst, der am Sonntag um 14 Uhr stattfand, wurde der Organist Max Göllner nach fast neunjähriger Tätigkeit aus dem Kirchspiel Abterode verabschiedet und gleichzeitig seine Freundin Elena Schieferstein als Nachfolgerin begrüßt. „Nach neun Jahren muss ich jetzt schweren Herzens sagen: Lebt wohl“, richtete er seine Worte an die Gottesdienstbesucher und dankte für alles, was er seit dem Beginn seiner Tätigkeit als Organist des Kirchspiels im Alter von 14 Jahren lernen und erleben durfte.

Sein Dank galt vor allem seiner Familie, die ihm den Orgelunterricht ermöglicht und ihn anfangs von seinem Heimatort Frieda aus gefahren hatte. Für sein Engagement für die Kirchenmusik richteten sowohl Pfarrer Andreas Heimann als auch Matthias Bodenstein Dankesworte an den Organisten, der zukünftig in der St.-Crucis-Kirche in Bad-Sooden-Allendorf zu hören sein wird. Mit einer Auswahl aus Stücken von Johann Sebastian Bach, „Domine Deus“ aus „Gloria“ von Antonio Lucio Vivaldi und neueren Liedern wie dem durch „Les Misérable“ bekannt gewordenen „I Drea- med a Dream“ berührte Max Göllner die Besucher und wurde dabei bei einigen Stücken von Elena Schieferstein begleitet, deren außergewöhnliche Stimme die Zuhörer faszinierte. Mit einem Geschenk zur Erinnerung dankten die Kirchenvorstände aus Abterode, Vockerode und Wellingerode Max Göllner, der auch bei den Restaurationsarbeiten der Orgel beratend Unterstützung geleistet und mit Konzerten in der Kirche zur Finanzierung dieser beigetragen hatte.

Mit dem wiederentdeckten „Abteröder Neujahrslied“ als musikalisches Geschenk verabschiedete der MGV Liederkranz Abterode den Organisten und der Vorsitzende und Sprecher für die Vereine, Otto Steinmetz, richtete einige Worte an ihn. Schließlich begeisterten Max Göllner und Elena Schieferstein noch einmal mit „Vater behüt’ uns“ aus „Rinaldo“ von Georg Friedrich Händel. Im Anschluss an den Gottesdienst folgten viele Besucher der Einladung zu Kaffee und Kuchen im Gemeindehaus. Mit Blick auf den Pfingstgottesdienst vor beinahe neun Jahren und die seitdem vergangene Zeit sagte Matthias Bodenstein: „Im Grunde genommen hast du dich in die Herzen hineingespielt.“ 

Von Eden Sophie Rimbach

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