Zum Schutz der Umwelt

„Osterfeuer belasten Luftqualität“: Kreis bietet kostenlose Holzanlieferung auf Mülldeponie an

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Weniger Osterfeuer ist mehr Kompost: Mit dieser Aktion will der Werra-Meißner-Kreis verhindern, dass behandeltes Holz auf den öffentlichen Feuern verbrannt wird.

Der Werra-Meißner-Kreis bietet am Samstag, 4. April, an, verschiedene Holzsorten kostenlos auf der Mülldeponie in Weidenhausen zu entsorgen.

Ziel dieser Aktion ist es, „ungeeignete Hölzer von den Osterfeuern fernzuhalten und die Osterfeuer zum Schutz der Umwelt und der Gesundheit insgesamt etwas kleiner zu gestalten“, heißt es vonseiten des Werra-Meißner-Kreises. Die Aktion wird zum mittlerweile 16. Mal angeboten.

Feuer belasten Luftqualität 

„Osterfeuer sind ein schöner Brauch, den niemand verbieten möchte“, sagt Sylvia Weinert, Sprecherin des Kreises. „Aber leider bringen die Feuer nur kurze Freude und belasten die Luftqualität.“ Gerade bei Inversionswetterlage, wenn die Qualmwolken nicht abziehen können, leideten Atemwegserkrankte. Sie müssten an diesen Abenden zu Hause Fenster und Türen schließen. Oftmals seien die Feuer zu groß dimensioniert. „Das Verbrennen von behandeltem Holz ist grundsätzlich im Osterfeuer und im häuslichen Ofen verboten, weil hierdurch giftige Gase entstehen.“

Auf der Mülldeponie Weidenhausen können von 8 bis 11 Uhr Baum- und Strauchschnitt sowie behandeltes und unbehandeltes Holz abgegeben werden. „Falls Möbel abgeben werden sollen, bitte nur reine Holztische und Holzstühle“, sagt Weinert. Behandeltes Holz werde in speziellen Verbrennungsanlagen, die über eine Rauchgasreinigung verfügen, bei hohen Temperaturen unschädlich verbrannt. Aus dem gesammelten Material sollen dann Holzbrennstoffe zur regionalen Wärmeerzeugung und ein Bodenverbesserer hergestellt werden, um fossile Brennstoffe wie Gas und Öl zu ersetzen. „Dies wird einen relevanten Beitrag zum Klimaschutz im Werra-Meißner-Kreis leisten“, freut sich Umweltdezernent Dr. Rainer Wallmann. Baum- und Strauchschnitt wird zu Kompost verarbeitet, so entstehe wertvoller Dünger.

Fragen zum Thema Osterfeuer beantwortet Umweltberaterin Gabriele Maxisch gern unter 0 56 51/3 02 47 51.

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