Pfarrer Andreas Heimann wird am zweiten Advent im Kirchspiel Abterode vorgestellt

Vor seiner neuen Wirkungsstätte: Andreas Heimann vor der Kirche in Abterode. Fotos:  Wüstefeld

Abterode. Hoffnungsvoll: So hat Andreas Heimann die Gemeindeglieder des Kirchspiels Abterode wahrgenommen, als er mit seiner Frau in das Pfarrhaus in Abterode zog.

Vor gut drei Wochen war das, seitdem hat sich der 54-Jährige schon gleich eingebracht in seiner neuen Gemeinde – die neben Abterode noch aus Vockerode und Wellingerode besteht –, der Heimann am zweiten Advent (10. Dezember) in einem Gottesdienst offiziell vorgestellt wird.

„Es war ja gleich Volkstrauertag und Totensonntag“, sagt Heimann und lächelt verstohlen, „die Gottesdienste zwischen all den Umzugskartons vorzubereiten war schon interessant“. Zudem habe er sich auch nicht gescheut, bei zwei Arbeitseinsätzen den Talar gegen Schmuddelhose und Regenjacke zu tauschen: „Schon in den ersten vier Tagen habe ich bei einem Arbeitseinsatz auf den Friedhof und später dann auch bei einem an der Kirchenruine teilgenommen“, erzählt er von der noch jungen Erinnerung. Ihn freue es, dass er gleich mit anpacken und vor allem mit den Menschen ins Gespräch kommen konnte, denn: „Der Kontakt ist mir sehr wichtig“, betont er.

Und auch die Ruine hat ihren Reiz auf den Neuen im Kirchspiel nicht verfehlt: „Da lässt sich sicherlich viel machen“. Spannend finde er auch die ehemalige Synagoge quasi direkt gegenüber „seiner“ Kirche, und auch das von ihm jetzt bezogene Pfarrhaus, dessen Neubau erst vor zwei Jahren abgeschlossen worden ist, habe natürlich seinen Vorteil. „Das ist schon ein tolles Ensemble hier“, das mit den vielen Premiumwanderwegen direkt vor der Haustür noch vervollständigt wird: „Ich gehe sehr gerne wandern“.

Die reizvolle Landschaft hatte zwar ihre Vorteile, war jedoch nicht ausschlaggebend dafür, dass es das gebürtige Nordlicht aus Bordesholm (Schleswig-Holstein) nach Abterode verschlagen hat.

Vielmehr wollte sich der Vater zweier Kinder beruflich noch einmal verändern: Die vergangenen 18 Jahre war er in Gertenbach im Amt, hatte dort erst eine halbe, später dann eine dreiviertel Stelle. „Als die Kinder dann aber aus dem Haus waren, konnte ich mir auch eine ganze vorstellen.“ Da das in dem Witzenhäuser Ortsteil aber nicht möglich war, wanderte der Blick nach links und rechts – und blieb in Abterode hängen.

Alles auf den Kopf gestellt werden soll dort nun nicht, nur weil es einen neuen Pfarrer gibt, sagt Heimann: „Ich will weiterführen, was bereits gut ist“, sagt er – und spielt auch auf die gute Arbeit der Kirchenvorstände an. Deren Mitglieder haben zum Beispiel sehr viel Arbeit in den Neubau des Pfarrhauses gesteckt und sind auch nach wie vor dran, die Außenanlagen „perfekt herzurichten“, sagt der 54-Jährige. Darüber hinaus würde er sich aber auch wünschen, wenn das musikalische Angebot noch ausgebaut und eines für Kinder überhaupt erst mal auf die Beine gestellt wird. „Das zu organisieren ist jetzt auch meine Arbeit.“

• Der Gottesdienst beginnt am 10. Dezember um 14 Uhr in der Abteröder Kirche. Verabschiedet wird dann auch Marita Fehr, die in den vergangenen neun Monaten die Vakanzzeit übernommen hatte.

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