1. Werra-Rundschau
  2. Lokales
  3. Meißner-Berkatal
  4. Meißner

Geologe stellt Radverkehrskonzept für die Gemeinde Meißner vor

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Harald Triller

Kommentare

Wie wird das Fahrrad im Alltag genutzt? Auch die Bewohner der Gemeinde Meißner sind aufgerufen, sich an einer anonymen Online-Befragung des Geo-Naturparks zu beteiligen. Symbol
Wie wird das Fahrrad im Alltag genutzt? Auch die Bewohner der Gemeinde Meißner sind aufgerufen, sich an einer anonymen Online-Befragung des Geo-Naturparks zu beteiligen. Symbol © dpa

Der Geo-Naturpark Frau-Holle-Land ist vom Werra-Meißner-Kreis beauftragt worden, für das gesamte Kreisgebiet ein Radverkehrskonzept zu erarbeiten. Hier sind die Ideen für Meißner.

Abterode – Dafür sei es erforderlich, so der Geologe Diethard Lindner vom Geo-Naturpark, die tatsächliche Nutzung des Fahrrades im Alltag ausfindig zu machen.

Auf die Gemeinde Meißner bezogen sei es wichtig, dass viele Einwohner an der Online-Mobilitätsbefragung teilnehmen, weil nur so die Wünsche hinlänglich berücksichtigt werden könnten. „Die Befragung ist anonym und dauert nur wenige Minuten“, sagte Diethard Lindner, der am Dienstag im Rahmen der Gemeindevertretersitzung in der Mehrzweckhalle in Abterode die Abgeordneten über den aktuellen Stand des Konzeptes informierte und nun darum bittet, dass sich die Bürger unter der Mailadresse radverkehr@naturparkfrauholle.land an der Erhebung beteiligen.

Radwege von Meißner nach Eschwege und Reichensachsen

„Für die Gemeinde Meißner hat die Anbindung an die Nachbargemeinden Priorität. Erstrebenswert ist die Verlängerung des Radweges von Germerode nach Vierbach bis hin nach Reichensachsen. Ähnliche Wünsche weckt die Strecke von Weidenhausen nach Eltmannshausen und dann in der Verlängerung bis nach Eschwege. Nur schwer zu realisieren sein wird die Linie von Wellingerode nach Albungen, dagegen dürfte nichts gegen eine Verbindung von Vockerode nach Wellingerode und bis zur Grube Gustav sprechen“, sagte Diethard Lindner.

Das Zeitfenster sieht vor, dass die im Dezember begonnene Phase eins ab April ins nächste Detail übergeht: „Dann gewährt das Wetter bessere Einblicke auf den Zustand der Wege und wir gewinnen an Planungsvermögen“, schwenkt der Naturpark-Geologe hin zu einem Beirat, der sich noch formieren muss, um dann intensiv am Konzept mitzuarbeiten. Erst wenn die Schritte „Radverkehr heute“ und „Vorhandenes Wegeangebot“ abgeschlossen sind, wartet die spezifische Umsetzung des Radverkehrskonzeptes. „Und es gehört zu unserem Aufgabenbereich, Einblick in die nötigen Fördertöpfe zu nehmen“, so Diethard Lindner.

Gemeinde Meißner: 29 Kilometer Radwege von Anger zu Anger

Dazu Bürgermeister Friedhelm Junghans: „Wir denken an ein 29 Kilometer langes Radwegenetz, das die Dorfanger der sieben Ortsteile verbindet. Infoschilder an bestimmten Standorten und Thementafeln, die auf Sehenswürdigkeiten hinweisen, wären Möglichkeiten, die die Gemeinde Meißner infrastrukturell und touristisch nach vorne bringen.“

Online an Befragung teilnehmen

Zur Ermittlung des Radwegebedarfs ist es wichtig, Daten über die tatsächliche Nutzung des Fahrrads im Alltag zu erhalten. Die Bürger des Kreises sind aufgerufen, online über die Internetseite des Geo-Naturparks (naturparkfrauholle.land/radverkehr) an einer anonymisierten Befragung zu ihrer persönlichen Mobilität teilzunehmen. Weiterhin können Fragen und Anregungen zum Alltagsradverkehr per E-Mail an radverkehr@naturparkfrauholle.land gesendet werden. esp

Diethard Lindner hofft, dass der Konzeptkatalog im Februar 2023 geschlossen werden kann: „Deshalb meine Bitte, an der Online-Mobilitätsbefragung mitzumachen. Bislang sind 582 Antworten eingegangen.“ (Harald Triller)

Auch interessant

Kommentare